#36 – Der Schuhkrieg von Cottbus

Shownotes

Quellen:

  • „Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder“, Hanns Leske, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2004. 
  • „Und niemals vergessen – Eisern Union!“, Jörn Luther, Frank Willmann, Basisdruck, 1. Auflage, Berlin 2000.

Skript

Danke

Die Musik wurde von David erstellt und die Logos von Steffi entworfen. Der Podcast beruht auf dem Konzept des famosen Geschichts-Podcasts Geschichten aus der Geschichte von Daniel Meßner und Richard Hemmer. Danke für alles!

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Intro: Um den Fußballpokal der Hauptstadt stranden sich im Poststadion die Mannschaften von Oberschöneweide, dem Pokalverteidiger und Charlottenburg gegenüber.

Intro: Der Bäckermeister aus Niederschöneweide Theo Zobel ruft auf einmal Eisern Union.

Intro: Eisern Union!

Intro: Eine Bankbürgschaft aus Unions Lizenzunterlagen hatte sich als gefälscht herausgestellt.

Intro: Union ist gerettet.

Intro: Union ruft alle Berliner Fußballfans dazu auf, sich am Räumen des Stadions

Intro: von Schnee und Eis zu beteiligen.

Intro: Ein Jahr lang haben die Union Berlin Fans an ihrem geliebten Stadion an der alten Försterei gebaut.

Intro: Und jetzt ist die siebte Minute angebrochen und es gibt eine schöne Geste für die Nummer 7.

Intro: Doch die Unioner selbst werden gut beraten

Intro: sein, auch in der Stunde der Euphorie niemals zu vergessen, was war, um so zu bleiben, wie sie sind.

Daniel Roßbach: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 36 von Und Niemals vergessen, dem Podcast, in dem wir uns alle drei Wochen eine Episode aus der Geschichte des 1. FC Union Berlin und seiner Vorgängervereine erzählen.

Daniel Roßbach: Und wir, das sind Daniel, hallo, und du Sebastian, hallo.

Sebastian Fiebrig: Hallo, schöne Grüße.

Daniel Roßbach: Ja, hallo Sebastian.

Daniel Roßbach: Wir haben es wieder mal geschafft, in unserem dreiwöchigen Rhythmus zu bleiben.

Daniel Roßbach: Und kannst du dich denn noch erinnern, was ich dir vor drei Wochen für eine Geschichte erzählt habe?

Sebastian Fiebrig: Ja, eine Geschichte vor allem mit einem Fremdwort, was ich gelernt habe, nämlich Apotheose.

Sebastian Fiebrig: Und es ging vor allem darum, wie es dazu kam, dass die Spieler des ersten FC Union Berlin bei der Mannschaftsaufstellung im Stadion

Sebastian Fiebrig: den Nachnamen quasi Fußballgott bekommen haben.

Sebastian Fiebrig: Und zwar ausnahmslos alle.

Daniel Roßbach: Genau.

Daniel Roßbach: Ich habe ja dann auch ein paar Beispiele davon eingespielt.

Daniel Roßbach: Es gab dann einige, die sich gemeldet haben, dass sie das durchaus

Daniel Roßbach: Ein bisschen mitnehmen fanden, weil hatten wir in der Folge auch schon gesagt, wie man das natürlich jetzt gerade alles nicht so erleben kann.

Daniel Roßbach: Aber haben auch einige gesagt, dass es irgendwie auch eine schöne Erinnerung daran war, wie das halt eigentlich immer so ist.

Daniel Roßbach: Hatten einige Gänsehaut und fand ich eigentlich auch ein ganz schönes Feedback, was man dann da bekommen hat.

Daniel Roßbach: Aber jetzt bin ich gespannt, was du mir heute zu erzählen hast.

Sebastian Fiebrig: Ja, ich habe ja das letzte Mal so einen leichten Teaser gegeben.

Sebastian Fiebrig: Wovon ich dieses Mal erzählen möchte.

Sebastian Fiebrig: Und das ist was mit deinem aktuellen Heimatort zu tun hat oder Wohnort.

Sebastian Fiebrig: Heimatort ist vielleicht übertrieben, nämlich Cottbus.

Sebastian Fiebrig: Und zwar geht es um eine Geschichte, die nennt sich Der Schuhkrieg von Cottbus.

Sebastian Fiebrig: Und das hat mir einerseits vom Titel gut gefallen, andererseits ist es halt natürlich auch eine Geschichte, die total in die DNA von Union passt.

Sebastian Fiebrig: Und zwar in die

Sebastian Fiebrig: DNA des Underdogs in der DDR, vor allem des Underdogs, der benachteiligt wird.

Sebastian Fiebrig: Und deswegen hat mir die Geschichte so gut gefallen.

Sebastian Fiebrig: Und muss ich kurz ein bisschen

Sebastian Fiebrig: Ausholen für eine kleine Vorgeschichte, denn die Geschichte selbst spielt 1980-81, aber die Vorgeschichte ist natürlich klar

Sebastian Fiebrig: Dass sportlich der 1. FC Union Berlin in den 70er Jahren die zweite Kraft in Berlin war.

Sebastian Fiebrig: Das lag jetzt nicht allein an der Stärke des 1. FC Union Berlin, sondern auch daran, dass der FC vorwärts aus Berlin nach Frankfurt-Oder delegiert wurde.

Sebastian Fiebrig: Und zwar wahrscheinlich

Sebastian Fiebrig: Einer der größten Fehler in der nicht geringen Anzahl an Delegationen, die es gab in der DDR, die gemacht haben in der

Daniel Roßbach: Vor vorletzten Folge schon ein bisschen gesprochen.

Sebastian Fiebrig: Genau, 1971 ist das passiert und es war gleichbedeutend mit der Bedeutungslosigkeit des FC Vorwärts.

Sebastian Fiebrig: Denn wir wissen es alle, nach Frankfurt-Oder findet man vielleicht noch hin, aber nicht mehr zurück.

Sebastian Fiebrig: Und

Sebastian Fiebrig: Union selbst war aber auch so im Status einer Fahrstudienmannschaft angekommen und befand sich in einer extrem schwierigen Situation, denn durch die Beteiligung von Union-Fans bei den Krawallen am Alexanderplatz im Oktober 77.

Sebastian Fiebrig: Siehe Folge 2.

Sebastian Fiebrig: Das steht bei mir auch hier.

Sebastian Fiebrig: Du hattest eine Episode gemacht, Daniel, dazu, nämlich die Episode Nummer zwei.

Sebastian Fiebrig: Stand auch eine Auflösung des ersten FC Union Berlin im Raum.

Sebastian Fiebrig: Und dieses Thema Auflösung des Vereins war erst Ende 1981 vom Tisch und ist bestimmt auch mal was für eine extra Episode.

Sebastian Fiebrig: Und der 1. FC Union Berlin wurde quasi aktiv benachteiligt und es zeigte sich nicht nur darin, dass man im Prinzip keinen Zugriff auf vielversprechende Nachwuchsspieler mehr bekam oder auch

Sebastian Fiebrig: quasi fast nie hatte und die eigenen auch noch abgeben musste, sondern es wurde auch aktiv ins Spiel eingegriffen.

Sebastian Fiebrig: Und darum geht es heute.

Sebastian Fiebrig: Heinz Werner, der damalige Trainer, nennt als besondere Saison 80/81, als wir von den Schiedsrichtern gnadenlos verpfiffen worden sind und besonders in Auswärtsspielen, etwa in Cottbus, dem größten Gaunerspiel, das ich je erlebt habe, nicht die geringste Chance hatten.

Sebastian Fiebrig: Und darum geht es auch.

Sebastian Fiebrig: Und die Szenerie ist folgendermaßen.

Sebastian Fiebrig: Der erste FC Union Berlin ist 1980 abgestiegen und spielte dann in der Ligastaffel B.

Sebastian Fiebrig: Mit so klanghaften Namen wie Dynamo Fürstenwalde, Halbleiterwerk Frankfurt, Stahl Eisenhüttenstadt, PCK Schwedt, Stahl Hennigsdorf, Motor Hennigsdorf.

Sebastian Fiebrig: Die beiden Brandenburgs und so weiter und so fort.

Sebastian Fiebrig: Waren so zwölf Mannschaften.

Sebastian Fiebrig: Und ich will jetzt auch über diese Liga-Staffel B so ein bisschen den Mantel des Schweigens legen, weil da war nicht viel Tolles bei.

Sebastian Fiebrig: Und die Mannschaft hat jetzt auch nicht alle in Grund und Boden geschossen, muss man jetzt auch mal so sagen.

Sebastian Fiebrig: Aber am Ende waren sie doch souverän Tabellenführer und erreichten die Aufstiegsrunde.

Sebastian Fiebrig: Die Aufstiegsrunde besteht einfach aus den jeweiligen Tabellenführern der fünf Staffel.

Sebastian Fiebrig: Staffeln, also Liga Staffel A, B, C, D, E.

Sebastian Fiebrig: Und die kämpften dann halt gegeneinander in Hin- und Rückspiel, also so eine kleine Liga.

Sebastian Fiebrig: Um die verbleibenden zwei Aufstiegsplätze für die DDR-Oberliga.

Sebastian Fiebrig: Und das waren 1980-81 die BSG-Schifffahrthafen Rostock, BSG Energie Cottbus.

Sebastian Fiebrig: Chemie-Buna Schkopau, Motor Suhl und als einziger Fußballclub der 1. FC Union Berlin.

Sebastian Fiebrig: Um mal schon vorneweg zu sagen, Union startete richtig schlecht in diese Runde und hat zu Hause zuerst mal 0:0 gegen Cottbus gespielt.

Sebastian Fiebrig: Dann haben sie unfassbarerweise 0:3 bei Schifffahrthafen Rostock verloren

Sebastian Fiebrig: Zu Hause gegen Schkopau 4:1 gewonnen und zum Schluss der Hinrunde dieser Aufstiegsrunde ein 0:0 in Suhl geholt.

Sebastian Fiebrig: Machte so Platz 4 von 5 nach der Hälfte der Spiele.

Sebastian Fiebrig: Und ehrlich gesagt standen sie dann schon mit dem Rücken zur Wand.

Sebastian Fiebrig: Und am 30.

Sebastian Fiebrig: Mai 1981 um 11 Uhr gab es also das Rückspiel gegen Cottbus.

Sebastian Fiebrig: Es war ein Samstag.

Sebastian Fiebrig: Das musste Union unbedingt gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Aufstieg zu besitzen.

Sebastian Fiebrig: Also das heißt, da ging es schon um alles oder nichts.

Sebastian Fiebrig: Und ich habe vor allem Heinz Werner zu der Situation vor dem Spiel und der sagte da: Da haben die Cottbuser Spieler auf dem Platz zu unseren Spielern gesagt, ihr könnt spielen, wie ihr wollt, das Ding wird geregelt.

Sebastian Fiebrig: Ich denke, zu dem Zeitpunkt muss es einen Beschluss gegeben haben, also nicht offiziell, sondern inoffiziell.

Sebastian Fiebrig: Mielke wollte, dass Union verschwindet.

Sebastian Fiebrig: Da hat es Vorfälle an einem 1.

Sebastian Fiebrig: Mai gegeben, die hat er zum Anlass genommen.

Sebastian Fiebrig: Da waren ein paar Popgruppen auf dem Alexanderplatz.

Sebastian Fiebrig: Und da soll es angeblich sogar zwei oder drei Tote gegeben haben, was allerdings nie veröffentlicht wurde.

Sebastian Fiebrig: Und da waren Leute mit Union-Schals dabei.

Sebastian Fiebrig: Da hat Mielke irgendwann gesagt, jetzt muss Union verschwinden.

Sebastian Fiebrig: Das war in diesem Jahr.

Sebastian Fiebrig: Da hatten wir keine Chance zum Aufstieg.

Sebastian Fiebrig: Wir waren stark genug, wir werden durchmarschiert.

Sebastian Fiebrig: Da haben sie uns in Suhl verpfiffen.

Sebastian Fiebrig: Du erinnernst sich das 0:0.

Sebastian Fiebrig: Eiskalt, das war Habermann und in Cottbus hat uns Stumpf niedergemacht.

Sebastian Fiebrig: So etwas habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nie erlebt.

Sebastian Fiebrig: Heinz Werner, das hast du sicher bemerkt, hat sich ein bisschen in seiner Erinnerung vertan, indem er die Alexanderplatzkrawelle in den Mai

Sebastian Fiebrig: 77 verlegt hatte und nicht in den Oktober 77, aber das hast du ja alles in der Folge 2 schon erzählt.

Daniel Roßbach: Genau.

Sebastian Fiebrig: Und, aber es ist krass, was das auch für Nachwehen noch hatte.

Sebastian Fiebrig: Also diese.

Sebastian Fiebrig: Das sind immerhin vier Jahre her schon.

Sebastian Fiebrig: Und was das immer noch für Auswirkungen hatte, also du hattest ja damals sehr viel über den feindlich dekadenten Umgang der Union-Fans gesprochen.

Sebastian Fiebrig: Oder so wurden die jedenfalls dann bezeichnet da in den Berichten auch der Staatssicherheit.

Daniel Roßbach: Das negativ-dekadente Union-Klientel war es.

Sebastian Fiebrig: Danke.

Sebastian Fiebrig: Okay, so ganz beherrsche ich immer diese Klaviatur der DDR-Sprache nicht.

Sebastian Fiebrig: Also insofern, ja, okay, genau.

Sebastian Fiebrig: Jedenfalls hat Heinz Werner seiner Mannschaft wohl im Spiel eingetrichtert, dass sie nicht nur gegen die Elf von Cottbus spielen würden, zwangsläufig, logischerweise, sondern auch gegen die 12.

Sebastian Fiebrig: 500 Zuschauer und gegen die Schiedsrichter.

Sebastian Fiebrig: Es könnten zwei Elfmeter gegen sie verhängt werden, hat er gesagt.

Sebastian Fiebrig: Und dann müsste die Mannschaft eben drei Tore schießen.

Sebastian Fiebrig: Und auch sollten sie damit rechnen, dass korrekt erzielte Tore aberkannt werden, weshalb sie noch mehr Tore schießen sollten.

Sebastian Fiebrig: So, womit aber niemand gerechnet hat, war der Schuhkrieg von Cottbus als Psychospielchen.

Sebastian Fiebrig: Und dann hören wir uns mal kurz an, wie Heinz Werner das schildert.

Sebastian Fiebrig: Wir kommen raus und wollen zum Spiel 15.

Sebastian Fiebrig: 000 Zuschauer.

Sebastian Fiebrig: Das war in Cottbus eine Menge.

Sebastian Fiebrig: Ganz wichtige Sache, wenn wir gewinnen, sind wir durch.

Sebastian Fiebrig: Also, wenn man sich die Tabelle anschaut, stimmt das natürlich nicht, aber okay.

Sebastian Fiebrig: Der Stumpf kommt, die Mannschaft ist angetreten, ich immer noch bei der Mannschaft, was ich sonst nie mache.

Sebastian Fiebrig: Bis zum Sportplatz habe ich sie begleitet, wo ich schon nichts mehr zu suchen hatte.

Sebastian Fiebrig: Da kommt der Stumpf und sagt.

Sebastian Fiebrig: Zeigen Sie bitte Ihre Schuhe.

Sebastian Fiebrig: Wir hatten alle neue Adidas-Schuhe bekommen.

Sebastian Fiebrig: Es war uns in der Tat gelungen, neue Adidas-Schuhe aus dem Westen zu besorgen.

Sebastian Fiebrig: Da waren die Spieler ganz stolz.

Sebastian Fiebrig: Der Stumpf sieht die Schuhe und sagt:

Sebastian Fiebrig: Sofort die Stollen wechseln.

Sebastian Fiebrig: Die Stollen sind falsch, sie entsprechen nicht internationalem Maßstab.

Sebastian Fiebrig: Da standen nun die Spieler und ich daneben.

Sebastian Fiebrig: Herr Werner, wir haben gar keine anderen Schuhe.

Sebastian Fiebrig: Die haben wir doch erst gerade gekriegt vergangene Woche.

Sebastian Fiebrig: Was habe ich gemacht?

Sebastian Fiebrig: Darauf war ich ja nicht vorbereitet.

Sebastian Fiebrig: Ich habe die Mannschaft genommen, wir sind vom Platz gegangen in die Kabine.

Sebastian Fiebrig: Der Spieler Rohde ist, falls sich jetzt jemand fragt, ist nicht Frank Rohde, sondern Rainer Rohde, sein Bruder, der lange Jahre bei Union gespielt hat, hat einen Schuh ausgezogen und in die Ecke geschmissen.

Sebastian Fiebrig: Wie sollen wir denn Fußball spielen?

Sebastian Fiebrig: Da habe ich ihn erst einmal angeschrien, dass er sich hinsetzen soll.

Sebastian Fiebrig: Ruhig.

Sebastian Fiebrig: Und nun will ich euch was sagen, habe ich gesagt.

Sebastian Fiebrig: Niemand wechselt hier Stollen.

Sebastian Fiebrig: Niemand wechselt hier Schuhe.

Sebastian Fiebrig: Wir warten hier 10 Minuten und diese 10 Minuten wird das Publikum pfeifen.

Sebastian Fiebrig: Natürlich werden sie uns auspfeifen, aber der Schiedsrichter steht jetzt unter Druck.

Sebastian Fiebrig: Wir müssen ein Spiel machen.

Sebastian Fiebrig: Es hat nicht ein einziger seine Stollen gewechselt.

Sebastian Fiebrig: Wir sind nach einer Viertelstunde hingegangen, mit einem riesigen Pfeif-Konzert empfangen worden.

Sebastian Fiebrig: Der hat sich die Schuhe angeguckt und gesagt: Ja, die sind jetzt richtig.

Sebastian Fiebrig: Das war nichts anderes, als die Mannschaft zu verunsichern.

Sebastian Fiebrig: Darum ging es, schon vor dem Spiel.

Sebastian Fiebrig: Das ist unglaublich gewesen.

Sebastian Fiebrig: Also alles die Worte von Heinz Werner.

Sebastian Fiebrig: Und jetzt kann ich ganz kurz ein bisschen zu dem Spiel erzählen, sodass man nicht viel findet, was wahrscheinlich auch okay ist.

Sebastian Fiebrig: Union ist in der 48.

Sebastian Fiebrig: Minute in Führung gegangen durch Uwe Borchert, der dann eine wirklich gute Saison gespielt hat als Nachwuchsspieler in der Mannschaft.

Sebastian Fiebrig: Also kam frisch.

Sebastian Fiebrig: Rein.

Sebastian Fiebrig: Und in der 76.

Sebastian Fiebrig: Note gab es per Kopfball durch Petrik Sander den Ausgleich.

Sebastian Fiebrig: Den kennt man vielleicht sogar.

Sebastian Fiebrig: Und dann gibt es eine Entscheidung, die für mich jetzt wirklich super schwer nachvollziehbar klingt.

Sebastian Fiebrig: Und die die Berliner Zeitung von damals wie folgt beschreibt: Dann jagte Kulke nach einer völlig unverständlichen Entscheidung des Unparteiischen auf indirekten Freistoß im Strafraum den Ball ins Netz.

Sebastian Fiebrig: Ich habe nichts gefunden, wirklich, was auch da an jetzt einer blöden Sache liegt, hier bei uns jetzt in der Recherche, was darauf hindeutet, weil es gab bei der Staatsbibliothek ein

Sebastian Fiebrig: Hackerangriff, weshalb die ganzen Volltextzeitungen der DDR, die dort so wunderbar auch gescannt wurden und so weiter und so fort, aktuell nicht verfügbar sind, digital.

Sebastian Fiebrig: Sonst hätte ich nochmal versucht reinzufinden, aber da hätte ich wahrscheinlich auch nicht mehr gefunden, weil es ist am Ende halt auch nur ein Spiel in einer Aufstiegsrunde für die DDR-Oberliga gewesen.

Sebastian Fiebrig: Und da muss man schon, glaube ich, ein bisschen tiefer nochmal schauen, beim Deutschen Sportecho, beziehungsweise bei der neuen Fußballwoche, um vielleicht ein bisschen mehr rauszubekommen, was da genau eigentlich vom Schiedsrichter entschieden wurde.

Sebastian Fiebrig: Aber ich sag mal so, indirekter Freistoß im Strafraum, eher eine seltene Entscheidung.

Daniel Roßbach: Aber kommt ja vor.

Sebastian Fiebrig: Kommt vor, aber ich sag mal, in so einem wichtigen Spiel, naja, da müssen sich schon alle relativ klar sein, warum da was passiert.

Sebastian Fiebrig: War hier offensichtlich nicht der Fall.

Sebastian Fiebrig: Und auch die Reaktion vom Trainer war ja entsprechend.

Sebastian Fiebrig: Es ist nämlich genau das eingetroffen, was

Sebastian Fiebrig: Wovor Heinz Werner gewarnt hatte.

Sebastian Fiebrig: Union war verpfiffen worden dort in diesem Spiel.

Sebastian Fiebrig: Und der Aufstieg war damit auch eigentlich vergeigt.

Sebastian Fiebrig: Gegen Schifffahrthafen gab es danach noch ein 5:2.

Daniel Roßbach: Übrigens sehr schönes Logo, die PSG Schiff und Hafen Rostock.

Sebastian Fiebrig: Ja, okay.

Sebastian Fiebrig: Habe ich mir jetzt nicht angeschaut.

Sebastian Fiebrig: Aber mit einer 0:2 Niederlage gegen Buna Schkopau war alles hin.

Sebastian Fiebrig: Das Spiel gegen Buna wurde von Adolf Prokop geleitet.

Sebastian Fiebrig: Union hatte in den vier Auswärtsspielen

Sebastian Fiebrig: In dieser Aufstiegsrunde nur ein Tor erzielt, was echt viel zu wenig ist.

Sebastian Fiebrig: Das muss man einfach auch mal so festhalten.

Sebastian Fiebrig: Aber Tatsache ist auch, dass Union in den Spielen in Suhl, in Schkopau und in Cottbus mehrfach benachteiligt wurde.

Sebastian Fiebrig: Und in diesem Spielen standen mit Adolf Prokop, Manfred Roßner und Bernd Stumpf, Schiedsrichter auf dem Platz, die später durch Entscheidungen zum Vorteil des BFC Dynamo aufgefallen sind.

Sebastian Fiebrig: Bernd Stumpf, das ist nochmal eine extra Geschichte, jetzt vielleicht nicht für unseren Podcast hier.

Sebastian Fiebrig: Aber das kann man schon mal so sagen.

Sebastian Fiebrig: Wurde nach dem sogenannten Schandelfmeter von Leipzig, das war glaube ich 1986, als

Sebastian Fiebrig: Der erste FC Lok Leipzig in der Oberliga gegen den BFC Dynamo gespielt hatte, 1:0 führte und dann wurde so lange nachgespielt, bis es endlich Elfmeter für den BFC gab.

Sebastian Fiebrig: Und danach gab es so einen Sturm der Entrüstung, dass der DFV Bernd Stumpf als Schiedsrichter lebenslang in der DDR gesperrt hat im Prinzip.

Sebastian Fiebrig: Das heißt, der durfte danach kein Spiel mehr pfeifen.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube, der war FIFA-Schiedsrichter, also der war zumindest internationaler Schiedsrichter.

Sebastian Fiebrig: Der wurde komplett rausgenommen, durfte kein Ligaspiel mehr pfeifen, also auch nicht zweite Liga und so weiter und so fort bis zum Ende der DDR.

Sebastian Fiebrig: Prokop selbst, den kennt man ja vielleicht auch, der war selbst Offizier im besonderen Einsatz.

Sebastian Fiebrig: Das heißt, stand auch auf der Lohnliste des MFS, wurde nur für zwei internationale Spiele mal nicht eingesetzt.

Sebastian Fiebrig: Und Roßner wurde, glaube ich, auch gesperrt, das bin ich mir jetzt gar nicht mehr so sicher.

Sebastian Fiebrig: Aber das war dann halt im Zuge von anderen Situationen.

Sebastian Fiebrig: Für Union ist wichtig.

Sebastian Fiebrig: Die haben den Aufstieg in diesem Jahr nicht geschafft, aber im Jahr darauf sind sie dann aufgestiegen.

Sebastian Fiebrig: Das ist wiederum dann aber nochmal eine andere Geschichte, weil nach dem Aufstieg durfte Heinz Werner nicht mehr mitmachen.

Sebastian Fiebrig: Der wurde dann quasi zurückdelegiert, wenn man es jetzt freundlich sagen möchte.

Sebastian Fiebrig: Und zwar sollte er dann Jugendtrainer bei Union bleiben.

Sebastian Fiebrig: Und dafür kam dann halt so ein Harry Nippert.

Sebastian Fiebrig: Oder ist das richtig?

Sebastian Fiebrig: Weiß ich gar nicht mehr genau.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube, dieser Trainer vom BFC jedenfalls samt auch entsprechend so etwas der

Sebastian Fiebrig: Ja, dem Herrn Minister genehmeren Person im Umfeld des Vereins, um es mal freundlich zu sagen, also so Vorsitzenden des Vereins und so

Sebastian Fiebrig: Gut, aber das wollte ich nur kurz zu einer Geschichte machen.

Sebastian Fiebrig: Hier der Schuhkrieg von Cottbus, wie halt auch mal aktiv auf das Spiel Einfluss genommen wurde, mit einer völlig absurden Sache.

Sebastian Fiebrig: Weil das kann sich ja keiner vorstellen, vor allem also schon diese Ansage entsprechend nicht internationaler Maßstab, als ob das jemand in der DDR interessiert hatte, jemals was internationaler Maßstab ist, oder als ob das hätte jemand mal nachprüfen können.

Sebastian Fiebrig: Durfte ja keiner international reisen, also na gut.

Sebastian Fiebrig: Das wollte ich nur mal so thematisieren.

Sebastian Fiebrig: Hast du noch Fragen dazu?

Daniel Roßbach: Nee, aber es ist halt ein schönes Beispiel für das, was man ja immer so im Großen und Ganzen im Kopf hat, das halt mal an was konkret festzumachen.

Sebastian Fiebrig: Ja, eben.

Sebastian Fiebrig: Und es war eine Geschichte, über die bin ich gestolpert, das kann ich vielleicht mal erzählen.

Sebastian Fiebrig: Es gibt eine Doktorarbeit von Hans Leske, Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder.

Sebastian Fiebrig: Und da habe ich so ein bisschen rumgeblättert und ein bisschen gelesen und es ist wirklich wie so ein Wikipedia-Hole.

Sebastian Fiebrig: Man kann da drin verschwinden und

Sebastian Fiebrig: Geht von einem zum anderen und so, das ist wirklich sehr, sehr lesenswert.

Sebastian Fiebrig: Und da kam ich über diese Geschichte.

Sebastian Fiebrig: Da drin war auch die Geschichte, wie Heinz Werner, das kann man ja vielleicht jetzt nebenbei mal noch so erzählen, zweimal aufgefordert wurde

Sebastian Fiebrig: Einmal auch als Trainer des ersten FC Union, der ist ja der Trainer mit der zweitlängsten Amtszeit bei Union, nach Uwe Neuhaus, wie er aufgefordert wurde, die Kontakte zu seiner Cousine abzubrechen, die in West-Berlin gelebt hatte.

Sebastian Fiebrig: wo er gesagt hätte, das macht auf gar keinen Fall.

Sebastian Fiebrig: Und das andere Mal, da war er aber schon Trainer bei Hansa Rostock

Sebastian Fiebrig: Da sollte, ach nee, da war das mit der Cousine und bei Union war es, glaube ich, mit seiner Schwiegermutter, die Kontakte abbrechen.

Sebastian Fiebrig: Und das war tatsächlich, schräg hat er jeweils abgelehnt, konnte er aber halt auch in seiner Situation machen.

Sebastian Fiebrig: Also in manchen Situationen konnte er auch nichts mehr machen.

Sebastian Fiebrig: Aber das waren so sehr, sehr direkte Einflüsse, die das Ministerium für Staatssicherheit da genommen hatte.

Sebastian Fiebrig: Und es gab ja immer, muss man sich wirklich mal reinziehen, es gab ja immer so Nichtigkeiten an Denunziantum, die man sich heute gar nicht vorstellen kann.

Sebastian Fiebrig: Zum Beispiel hatte irgendeinen Schiedsrichter, also einer von den dreien, die ich jetzt genannt hatte, ich weiß nicht mehr genau welcher von den dreien, hatte zum Beispiel auch einen anderen Schiedsrichter denunziert, weil der 20 Pfeifen aus der Bundesrepublik mal geschickt bekommen hat per Post.

Sebastian Fiebrig: Ja, und Heinz Werner, sonst noch kurz, wenn wir schon bei Heinz Werner sind, gehört noch zu einer interessanten Geschichte und zwar wurde der bei Hansa Rostock.

Sebastian Fiebrig: Als einziger Trainer, glaube ich, in der DDR.

Sebastian Fiebrig: Und ich würde sagen, auch in Deutschland recht einmalig, jedenfalls so im Erstligabereich, nicht in der Halbzeitpause entlassen, wie damals Jean Löring, der

Sebastian Fiebrig: Toni Schumacher in der Halbzeitpause bei Fortuna Köln gefeuert hatte in der zweiten Liga, sondern der wurde während des Spiels noch in der ersten Halbzeit vom Bezirkssekretär, Harry Tisch, war das damals.

Sebastian Fiebrig: Entlassen, weil sie 0:2 gegen Jena zurücklagen.

Sebastian Fiebrig: Und Harry Tisch wollte zwei Spieler ausgewechselt haben, ist extra runter in die Trainerbank gegangen.

Sebastian Fiebrig: muss schon leicht angetrunken gewesen sein.

Sebastian Fiebrig: Und da hat Heinz Werner gesagt, nee, auf keinen Fall.

Sebastian Fiebrig: Und wenn mich dann, also damit entlassen gedroht wurde, dann entlassen sie mich doch halt und hat das tatsächlich gemacht.

Sebastian Fiebrig: Also das ist wirklich eine der schrägsten Aktion, glaube ich, so im DDR-Fußball.

Daniel Roßbach: Ja, und du hast ja gerade schon gesagt, dass Heinz Werner eben bis Uwe Neuhaus der Union Trainer mit der längsten Amtszeit war und das wird halt nochmal bemerkenswerter, wenn man sich

Daniel Roßbach: anguckt, wie lange die ganzen anderen Trainer halt insbesondere zu DDR-Zeiten bei Union angestellt waren.

Daniel Roßbach: Da gab es halt keinen, der länger da war als drei Jahre.

Daniel Roßbach: Und da sticht Werner mit seinen gut sechs Jahren schon ganz deutlich raus.

Sebastian Fiebrig: Ja, vor allem war es auch in einer wirklich sehr schwierigen Zeit, muss ich mal auch sagen.

Daniel Roßbach: Mit durchaus erfolgreichen Jahren und einer sehr großen und guten Reputation ja auch noch bei ihm

Daniel Roßbach: Diese Reputation hat ja durchaus auch noch nach der Wende gehalten, auch wenn es dann halt eine dieser Geschichten war, was in

Daniel Roßbach: ihm sehr schwer gefallen ist auf dem Niveau, das er, das ihm von der fußballischen Qualifikation wahrscheinlich entsprochen hätte, dann wirklich eine Standbein zu finden.

Daniel Roßbach: Im Postwende-Fußball.

Sebastian Fiebrig: Ja, tatsächlich.

Sebastian Fiebrig: Also, das muss man schon sagen, dass die größten Aktionen für ihn waren halt schon Union, Hansa Rostock und dann beim FCK Marx Stadt.

Sebastian Fiebrig: Und international durfte er, glaube ich, sowieso erst 88 war erst Reisekader oder so geworden, wegen irgendeinem Hallenturnier in Bremen oder so, Schlagmichtod, was so an dem Karl-Max statt teilgenommen hatte.

Sebastian Fiebrig: Und selbst da hat er danach eine Geldstrafe zahlen müssen.

Sebastian Fiebrig: Also alles findet man sich alles in diesem Buch hier.

Sebastian Fiebrig: Muss er eine Geldstrafe zahlen, weil er das Wort antifaschistischer Schutzfall nicht benutzt hat, sondern Mauer gesagt hatte in einem Interview.

Sebastian Fiebrig: Und weil er seine Spieler hat in die Disco gehen lassen, glaube ich, bis um 4 Uhr morgens in der Bundesrepublik.

Sebastian Fiebrig: Und da gab es 10.

Sebastian Fiebrig: 000 Mark Strafe, was ungefähr das Jahresgehalt von Heinz Werner war.

Sebastian Fiebrig: Also das war schon heftig.

Sebastian Fiebrig: Also das zu dem Thema.

Sebastian Fiebrig: Na gut, Daniel, dann können wir zum Feedback- und Hinweis-Block kommen.

Daniel Roßbach: Können wir machen.

Daniel Roßbach: Also ihr könnt uns Feedback geben, indem ihr uns Kommentare schreibt.

Daniel Roßbach: Haben auch nach der letzten Folge Leute gemacht, zumindest eine Person, die dann nochmal

Daniel Roßbach: Ihre Erinnerungen daran, wie das mit den Fußballgöttern zustande kam und wie sich das etabliert hat, geschildert hat.

Daniel Roßbach: Also, wie gesagt, Kommentare immer gern gesehen, unter anderem weil man da ja auch dann

Daniel Roßbach: Mit anderen diskutieren kann, wenn es da Anlass zu gibt.

Daniel Roßbach: Ihr könnt uns natürlich auch in den sozialen Netzwerken folgen, da auch schreiben.

Daniel Roßbach: Das geht bei Twitter zum Beispiel unter

Daniel Roßbach: at unv-podcast.

Daniel Roßbach: Bei Facebook findet ihr uns beim Textilvergehen.

Daniel Roßbach: Ihr könnt uns natürlich

Daniel Roßbach: auf den Gang Podcast-Plattformen abonnieren, wenn ihr das nicht eh schon gemacht habt, habt mit eurer der Podcast-App, eurer Wahl.

Daniel Roßbach: Ihr könnt uns iTunes-Rezensionen schreiben, beziehungsweise Apple Podcasts

Daniel Roßbach: Heißt das ja heutzutage.

Daniel Roßbach: Ihr könnt uns auf Füte kuratieren und was sonst im Podcast-Ökosystem ihr da so benutzt

Daniel Roßbach: Und natürlich könnt ihr uns auch Hinweise schreiben an unsere E-Mail-Adressen.

Daniel Roßbach: Das sind Daniel und Sebastian oder also Daniel oder Sebastian.

Daniel Roßbach: Das ist also der beste Weg, um uns vielleicht Tipps und Hinweise für Themen zukommen zu lassen.

Daniel Roßbach: Denn das Prinzip der Sendung ist ja immer, dass der andere nicht weiß, was der eine erzählt.

Daniel Roßbach: Und da ist es natürlich praktisch, wenn man dann an den einen oder den anderen eben solche Themenhinweise schickt und wir dann entsprechende Folgen dazu vorbereiten können.

Sebastian Fiebrig: Ja, auf jeden Fall.

Sebastian Fiebrig: Also vielen Dank für die Mails, die wir bekommen.

Sebastian Fiebrig: Das war jetzt kein Hinweis, wie gesagt, sondern da bin ich über das Buch gestolpert.

Sebastian Fiebrig: Ich suche ehrlich gesagt noch ein bisschen Bücher.

Sebastian Fiebrig: Das heißt also, falls jemand so Leseempfehlungen hat, beziehungsweise ich suche von Klaus Queren gestern vier bzw.

Sebastian Fiebrig: fünf Bücher über den DDR-Fußball und die sind

Sebastian Fiebrig: nur noch antiquarisch irgendwie zu erhalten und zu einem unfassbar unverschämten Preis, den ich nicht bezahlen werde, ist jetzt teilweise 140 Euro für so ein kleines Büchlein.

Sebastian Fiebrig: Das ist mir ein bisschen viel.

Sebastian Fiebrig: Aber falls jemand von Klaus Querengessner aus dem

Sebastian Fiebrig: Argon Verlag Ende der 90er, diese fünf Bände zum DDR-Fußball hat und die überhaupt nicht mehr brauche, dann einfach mal gerne Bescheid geben.

Sebastian Fiebrig: Die nehme ich gerne.

Daniel Roßbach: Ja, und vielleicht kann man ja irgendwann noch wieder in Bibliotheken gehen und steht das in irgendeiner Bibliothek rum.

Sebastian Fiebrig: Das habe ich auch schon für mich jetzt als nächstes vor.

Sebastian Fiebrig: Also wenn gerade

Sebastian Fiebrig: gibt es so ein paar kleine Öffnungszeitenfenster der öffentlichen Bibliotheken in Berlin zumindest.

Sebastian Fiebrig: Da ich da nochmal schauen werde, ob ich da vielleicht.

Sebastian Fiebrig: .

Sebastian Fiebrig: darüber reinkomme und mal ein bisschen gucken kann.

Sebastian Fiebrig: Ich muss die Bücher ja auch nicht besitzen.

Sebastian Fiebrig: Mir reicht es ja immer schon zu wissen, wo sie sind, falls ich im Zweifel was nachschlagen möchte.

Sebastian Fiebrig: Aber das mit dem Volltext Archiv Berliner Zeitung, das ist wirklich ein herber Rückschlag, muss ich sagen.

Daniel Roßbach: Hoffen wir mal, dass das wiederkommt.

Sebastian Fiebrig: Ja, fingers crossed, also sie haben in einem Monat haben sie es jetzt noch nicht ganz geschafft.

Sebastian Fiebrig: hinzubiegen und ich würde mal sagen, es wird auch noch ein bisschen dauern, aber einen anderen Teil von diesem Zeitschriftenarchiv haben sie schon wieder online gekriegt.

Sebastian Fiebrig: Also insofern, es fehlt wirklich nur noch der DDR-Bereich.

Sebastian Fiebrig: Und da muss irgendwie.

Sebastian Fiebrig: Immer auf die Ostarchive.

Sebastian Fiebrig: Ja, das hat, falls, also es ist jetzt super langweilig, falls das jemand interessiert, aber die müssen passwortgeschützt sein.

Sebastian Fiebrig: Warum auch immer.

Sebastian Fiebrig: Und das müssen die irgendwie erst wieder aufbauen.

Sebastian Fiebrig: Und na gut.

Sebastian Fiebrig: Ja, Fingers crossed, dass das irgendwie demnächst wieder funktioniert, weil das tatsächlich ein richtig gutes Archiv ist.

Daniel Roßbach: Ja, da hoffen wir mit.

Daniel Roßbach: Und wenn das klappt oder auf irgendeine andere Weise bestimmt auch sonst, gibt es dann in drei Wochen die nächste Folge von diesem Podcast hier.

Daniel Roßbach: Und bis dahin.

Sebastian Fiebrig: Ich bin sehr gespannt, Daniel, was du uns dann erzählst und verbleiben wir mit sportlich fairem Gruß.

Daniel Roßbach: Ich kann noch keinen Teaser geben, weil ich habe mich noch nicht entschieden, welche Geschichte es dann.

Sebastian Fiebrig: Ich hingegen weiß schon, was ich in sechs Wochen erzähle, Anja.

Daniel Roßbach: Tja, so ist das immer.

Sebastian Fiebrig: Bis denn.

Sebastian Fiebrig: Ciao.

Daniel Roßbach: Aber dann sind wir alle gespannt.

Daniel Roßbach: Und genau.

Daniel Roßbach: Tschüss und bis demnächst.

Daniel Roßbach: Ciao.

Sebastian Fiebrig: Ja, ich hätte ihn doch vielleicht auch ein bisschen so eine halbe Heinz-Werner-Geschichte machen können.

Sebastian Fiebrig: Na gut, Chance verpasst.