#38 – Das “Eiserne Konzept”: Unions erster großer Plan für den Bundesliga-Aufstieg

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Intro: Um den Fußballpokal der Hauptstadt standen sich im Poststadion die Mannschaften von Oberschöneweide, dem Pokalverteidiger, und Charlottenburg gegenüber.

Intro: Der Bäckermeister aus Niederschöneweide Theo Zobel ruft auf einmal Eisern Union.

Intro: Eisern Berlin!

Intro: Eine Bankbürgschaft aus Unionslizenzunterlagen hatte sich als gefälscht herausgestellt.

Intro: Union ist gerettet.

Intro: Union ruft alle Berliner Fußballfans dazu auf, sich am Räumen des Stadions.

Intro: von Schnee und Eis zu beteiligen.

Intro: Ein Jahr lang haben die Union Berlin Fans an ihrem geliebten Stadion an der alten Försterei gebaut.

Intro: Und jetzt ist die siebte Minute angebrochen und es gibt eine schöne Geste für die Nummer 7.

Intro: Doch die Unioner selbst werden gut beraten

Intro: sein, auch in der Stunde der Euphorie niemals zu vergessen, was war, um so zu bleiben, wie sie sind.

Daniel Roßbach: Hallo liebe UnionerInnen und andere Leute, die ihr hier zuhört, bei und niemals vergessen dem Podcast über die Geschichte des ersten FC Union Berlin und seiner Vorgängervereine.

Daniel Roßbach: Ihr hört uns mal dazu, wie wir uns hier alle drei Wochen eine Geschichte aus dieser Geschichte dieses Fußballs in Köpenick und rundherum erzählen.

Daniel Roßbach: Und wir, das sind wieder mal ich, Daniel und du, Sebastian.

Sebastian Fiebrig: Hallo.

Sebastian Fiebrig: Hallo aus Berlin.

Daniel Roßbach: Ja, hallo aus Nicht-Berlin.

Daniel Roßbach: Sebastian, wir sind heute in der 38.

Daniel Roßbach: Folge von Niemals vergessen.

Daniel Roßbach: Weißt du denn noch, was ich dir vor drei Wochen in unserer letzten Episode erzählte?

Sebastian Fiebrig: Ja, du hast alte Wunden aufgerissen und nochmal ordentlich Salz reingestreut.

Sebastian Fiebrig: Und ordentlich Salz reingestreut, indem du nämlich

Sebastian Fiebrig: vom Rückspiel des Relegationsspiels um den Zweitligaaufstieg im Jahr 1999 zwischen VfL Osnabrück und

Sebastian Fiebrig: Ach ja, 2000.

Sebastian Fiebrig: Und dem 1. FC Union Berlin gesprochen hast, dass im Elfmeterschießen, dem längsten, dem ich bei Union beiwohnen durfte, zu Ungunsten von Union ausgegangen ist.

Daniel Roßbach: Genau.

Daniel Roßbach: Und was da halt in dem Spiel sonst noch so passiert ist, das alles könnt ihr in unserer letzten Folge hören

Daniel Roßbach: Und wie gesagt, du hast gerade schon angesprochen, dass es einige Leute gab, die sich davon ein bisschen getroffen fühlten, von dem aufreißen alter Wunden.

Daniel Roßbach: Und wie gesagt, sorry dafür, aber.

Daniel Roßbach: So wie es in so einem Intro heißt, man muss sich ja auch immer mal daran erinnern, wie schlimm es mal war, um zu appreciaten.

Daniel Roßbach: Wie gut man es jetzt hat.

Sebastian Fiebrig: Ja, aber nicht jeder ist emotional so stabil wie du, Daniel.

Daniel Roßbach: Ja, oder so Klingon, äh Klingon, äh, nee, äh, Vulkanien, ne?

Daniel Roßbach: Ja.

Daniel Roßbach: Wurde mir neulicher mal gesagt.

Sebastian Fiebrig: Dass da nicht jeder so drauf ist.

Daniel Roßbach: Aber ich mich ja durchaus auch darüber aufregen kann.

Daniel Roßbach: Also, als ich mir das Spiel, ich habe mir das ja Instagram angeguckt gehabt, ich habe mich da schon auch durchaus aufgeregt.

Daniel Roßbach: Also mit der emotionalen Ausgeglichenheit war nicht immer und ist nicht immer so.

Sebastian Fiebrig: Naja, dann viel Spaß beim nochmal ausdiskutieren mit Guido Spork.

Sebastian Fiebrig: Ja, auf jeden Fall.

Sebastian Fiebrig: Dann würde ich jetzt mal zu der Geschichte von dieser Woche kommen.

Sebastian Fiebrig: Bin schon gespannt.

Sebastian Fiebrig: Ja.

Sebastian Fiebrig: Und wir gehen nochmal zu einem Punkt zurück, da waren wir schon mal in der Episode und zwar in Episode 29, als es um Bluten für Union ging.

Sebastian Fiebrig: Haben wir die Mitgliederversammlung des ersten FC Union Berlin vom 27.

Sebastian Fiebrig: Mai 2004 ein bisschen gestreift?

Sebastian Fiebrig: Und da ging es vor allem dann darum, dass da halt auch ein neuer Aufsichtsrat gewählt wurde.

Sebastian Fiebrig: Aber es war nicht alles, sondern da wurde auch etwas vorgestellt.

Sebastian Fiebrig: Das habe ich damals ein bisschen zur Seite fallen lassen.

Sebastian Fiebrig: Jetzt würde ich sagen, ist es ziemlich wichtig, obwohl es.

Sebastian Fiebrig: Ich würde vermuten, heute fast alle vergessen haben, was damals vorgestellt wurde, nämlich einen Entwicklungsplan für den ersten FC-Union Berlin, an dessen Ende der Bundesligaaufstieg noch vor dem Jahr 2010 stehen sollte.

Sebastian Fiebrig: Und das ist diese Geschichte für diese Episode.

Sebastian Fiebrig: Und darauf gekommen bin ich, weil in dieser Woche, wir befinden uns Anfang Mai 2021.

Sebastian Fiebrig: Wurde Dirk Zingler erneut für vier Jahre zum Präsidenten des ersten FC Union bestimmt durch den Aufsichtsrat?

Daniel Roßbach: Nachdem er jetzt schon mit Abstand der am längsten amtierende Präsident von Union in der Geschichte des Vereins ist.

Sebastian Fiebrig: Und sein erster Amtsantritt fand halt am 1.

Sebastian Fiebrig: Juli 2004 statt.

Sebastian Fiebrig: Und anlässlich dieser Nachricht haben vergangene Woche verschiedene Medien das halt auch aufgenommen.

Sebastian Fiebrig: Und der Tagesspiegel schrieb,

Sebastian Fiebrig: Als Zingler vor 17 Jahren das Amt übernahm, hätte kaum einer in Köpenick vom heutigen Erfolg auch nur geträumt.

Sebastian Fiebrig: Und da möchte ich zumindest aus historischer Sicht sagen, das stimmt so nicht ganz.

Sebastian Fiebrig: Und deswegen will ich das ein bisschen ausführen, weil ja ganz offiziell das Ziel Bundesligaaufstieg vor 2010 auf dieser Mitgliederversammlung ausgegeben wurde.

Sebastian Fiebrig: Und kommen wir mal zu dieser Mitgliederversammlung am 27.

Sebastian Fiebrig: Mai 2004 im Saal im Feeds, also im ehemaligen Pionierpalast.

Sebastian Fiebrig: Die Rahmenbedingungen kennen wir.

Sebastian Fiebrig: Union stand als Absteiger in die Regionalliga fest.

Sebastian Fiebrig: Der Etat hat sich auf ein Viertel.

Sebastian Fiebrig: reduziert, also um 75 Prozent weniger.

Sebastian Fiebrig: Es waren nur noch zwei Millionen Euro Vereinsetat für die Regionalliga vorgesehen.

Sebastian Fiebrig: Und der DFB forderte für die Regionalliga-Lizenz die Liquiditätsreserve von 1,4 Millionen Euro, was eben zu dieser Kampagne Bluten für Union geführt hatte.

Sebastian Fiebrig: Die Mitgliederversammlung war vielleicht auch eine der längsten in der Geschichte des ersten FC Union Berlin.

Sebastian Fiebrig: Sie dauerte ähnlich lange wie das Relegationsspiel gegen Osnabrück, nämlich fünf Stunden.

Sebastian Fiebrig: Und Matze Koch schreibt in seinem Buch immer weiter ganz nach vorn über den Abend, während die 885 Anwesenden von damals 3878 eingetragenen Union-Mitgliedern

Sebastian Fiebrig: Hurtado, gemeint war Antonio Hurtado, der Aufsichtsratsvorsitzende, nicht für den Niedergang ihres Vereins verantwortlich machten, schaffte es Hurtado mit einer Art Ermüdungstaktik.

Sebastian Fiebrig: dass seine fünf Kandidaten für den Aufsichtsrat en bloc bestätigt wurden.

Sebastian Fiebrig: Im Laufe der fast fünfstündigen Mitgliederversammlung, in der Hotado zunächst zwei Stunden lang über zukünftige Strategien und Handlungsträger des zur wählenden Aufsichtsrates referiert hatte,

Sebastian Fiebrig: verdrängten viele Union-Fans ihren Groll wohl schlicht.

Sebastian Fiebrig: Das kann ich mir vorstellen.

Sebastian Fiebrig: Also man muss dann halt, also es waren auch nicht mehr alle 885 am Ende da, das ist vielleicht auch

Sebastian Fiebrig: Teil, wenn es eine Strategie war, das so lang zu ziehen, dann ist es vielleicht auch Teil der Strategie gewesen, dass halt nicht alle bis zum Ende bleiben für die Abstimmung, weil abgestimmt über diesen Aufsichtsrat wurde tatsächlich erst am Ende

Sebastian Fiebrig: Und kommen wir zum Konzept, das Antonio Hotardo da vorgestellt hatte.

Sebastian Fiebrig: Das gliederte sich in sechs Teile: Ausgangssituation, Zielsetzung des Vereins, Maßnahmen zur Zielerreichung, strukturelle Konsequenzen.

Sebastian Fiebrig: Weitere Vorgehensweise und ein eiserner Abschluss, den gab es halt auch noch.

Sebastian Fiebrig: Und wichtig ist, glaube ich, bei allen Sachen, die man irgendwie in solche Konzepte schreibt, dass man sich mit der Ausgangssituation erstmal beschäftigt.

Sebastian Fiebrig: Man macht eine Bestandsaufnahme in dem Fall der wirtschaftlichen, sportlichen und der vereinsinternen Lage sowie des Potenzials, das die Stadt Berlin, da befindet sich ja der SDFC-Union, bietet.

Sebastian Fiebrig: Glücklicherweise ist das gesamte Konzept mal im Programmheft abgedruckt worden und zwar im Programmheft vom

Sebastian Fiebrig: Retterspiel gegen den FC St.

Sebastian Fiebrig: Pauli am 2.

Sebastian Fiebrig: Juni oder 3.

Sebastian Fiebrig: Juni, weiß ich jetzt nicht ganz genau, also jedenfalls Anfang Juni 2004.

Sebastian Fiebrig: kurz bevor die Deadline vom DFB zuschnappte.

Sebastian Fiebrig: Und da sind dann halt folgende Stichpunkte zur Ausgangssituation, also zur Grundanalyse genannt.

Sebastian Fiebrig: Wir haben aus Erfolgen zu wenig gemacht.

Sebastian Fiebrig: Das kann man, also wenn man richtig am Boden liegt, dann ist das wahrscheinlich wahr.

Sebastian Fiebrig: Und in dem Fall.

Daniel Roßbach: Welche Erfolge das waren in den Jahren davor.

Sebastian Fiebrig: Richtig, also Europapokalteilnahme, Aufstieg in die zweite Liga, dort eigentlich auch eine gute Rolle gespielt.

Sebastian Fiebrig: Jetzt in einer Situation abgestiegen, in der man hätte eigentlich gar nicht absteigen müssen, also weder sportlich noch sonst wie.

Sebastian Fiebrig: Und auch aus dem Pokalfinale da halt auch nicht so viel mitgenommen.

Sebastian Fiebrig: Dann Vertrauensverlust bei Fans, Mitgliedern, Sponsoren sowie der Öffentlichkeit.

Sebastian Fiebrig: Könnte man auch sagen, eigentlich bei allen.

Sebastian Fiebrig: Dann sportlicher Misserfolg, verbunden mit dem Abstieg in die Regionalliga.

Sebastian Fiebrig: Desolate wirtschaftliche Situation des Vereins und daraus resultierende Bedingungen, die bis zum 9.

Sebastian Fiebrig: Juni 2004 zum Lizenzerhalt zu erfüllen sind.

Sebastian Fiebrig: Da muss man wissen, dass auf dieser Mitgliederversammlung

Sebastian Fiebrig: der da das Präsidium auch entlastet wurde, das war ja noch das quasi das halb alte Präsidium, also von Heiner Bertram, der wurde ja vorher

Sebastian Fiebrig: Quasi entlassen.

Daniel Roßbach: Siehe auch eine Frage, die wir da schon haben.

Sebastian Fiebrig: Ja, hast du die Nummer gerade zur Hand?

Sebastian Fiebrig: Gut, aber hatten wir eine Episode zu, und Jürgen Schlebrowski war dann Präsident

Sebastian Fiebrig: Und die wurden da entlastet, obwohl Union da so ein Minus von fast 3 Millionen Euro gemacht hatte in der Saison.

Sebastian Fiebrig: Dann Nichtnutzung vorhandener Synergien durch mangelnde Transparenz innerhalb der Gremien.

Daniel Roßbach: Folge 23 übrigens.

Sebastian Fiebrig: Folge 23, danke.

Sebastian Fiebrig: Mitglieder sind die einzig beständige Größe des Vereins.

Sebastian Fiebrig: Positives Image.

Sebastian Fiebrig: Der Verein ist beliebt.

Sebastian Fiebrig: Möglichkeit zu Neubeginn als Chance nutzen.

Sebastian Fiebrig: Das kann man eigentlich immer sagen, aber okay.

Sebastian Fiebrig: Tradition und kultige Fans in einer großen, expandierenden und attraktiven Stadt.

Daniel Roßbach: Bullshit Bingo, jetzt schon mal Bingo.

Sebastian Fiebrig: Ja, aber wie auch immer man das jetzt irgendwie da in Worte kleidet, ich glaube, der Analyse kann man da also prinzipiell erstmal zustimmen.

Sebastian Fiebrig: Und das Fazit aus dieser Ausgangssituation ist, der erste FC Union Berlin erfüllt alle Voraussetzungen, um dauerhaft Erfolg zu haben.

Sebastian Fiebrig: Kann man eigentlich auch sagen.

Sebastian Fiebrig: Ja, also, ja.

Sebastian Fiebrig: Das mit dem Gremien, was da genannt wurde, nämlich Nichtnutzung vorhandener Synergien durch mangelnde Transition.

Sebastian Fiebrig: Transparenz innerhalb der Gremien hatte mich am Anfang ein bisschen irritiert und habe so nachgelesen.

Sebastian Fiebrig: Und Matze Koch hat das auch in seinem Buch ein bisschen beschrieben, als also die Anfangszeit von Dirk Zingner.

Sebastian Fiebrig: Als Funktionär bei Union beschrieb und zwar noch Wirtschaftsratsvorsitzender, also Gründungswirtschaftsrats, Singler wird erster Vorsitzende.

Sebastian Fiebrig: Und da steht dann halt

Sebastian Fiebrig: Zingner packte fortan mit an.

Sebastian Fiebrig: Im Gegensatz zu Präsident Jürgen Schlebowski, der wegen seiner ständigen Abwesenheit den Beinamen Frühstücksdirektor verpasst bekam, tauchte Zingner als Vorsitzender des Wirtschaftsrats häufig in der hemmerligen Straße auf.

Sebastian Fiebrig: Ich habe in der Geschäftsstelle viele Mitarbeiter vorgefunden, die darauf warteten, dass man ihnen sagt, was zu tun ist.

Sebastian Fiebrig: Sie waren verunsichert, weil sie in der Ära von Heiner Bertram und Bernd Hofmann

Sebastian Fiebrig: nie Informationen über die tatsächliche Lage des Vereins erhalten hatten, erklärte Zingler.

Sebastian Fiebrig: Jede Woche kam dann ein neues Problem dazu.

Sebastian Fiebrig: Es gab bei Union niemanden, der wirklich wusste, wie es um den Club steht.

Sebastian Fiebrig: Und das ist halt tatsächlich so ein Punkt.

Sebastian Fiebrig: Also wenn der Präsident, der war halt beruflich, glaube ich, im Bochum, da stand irgendwas vom Grünemeyer-Institut, ich habe keine Ahnung, aber.

Sebastian Fiebrig: Da unterwegs war und dann halt vielleicht zwischen Präsidium und Aufsichtsrat nicht so viel Kommunikation stattgefunden hat, beziehungsweise meinetwegen der Aufsichtsrat halt nicht so oft getagt hat oder so.

Sebastian Fiebrig: Dann versteht man, was da so ein bisschen gemeint ist.

Sebastian Fiebrig: Und da schwebt so ein bisschen auch dieser Vorwurf gegen Heiner Bertram, der im Nachhinein erhoben wurde von einer One-Man-Show.

Sebastian Fiebrig: Dass er sich so als Einzelkämpfer da halt stilisiert hatte, auch mit.

Sebastian Fiebrig: So, hier versteckt sich dann halt also auch so ein Erklärungsansatz für dieses eiserne Konzept von Hotado, das

Sebastian Fiebrig: Mal-eisernes Konzept, also das ist der offizielle Name, den Hurtado gegeben hatte, manchmal wird es auch als Hurtado-Konzept bezeichnet.

Sebastian Fiebrig: Dieses Konzept sollte halt also so ein Leitfaden für Mitarbeiter, Mitglieder, Fans, Mannschaft, Sponsoren und Investoren sein, also für alle.

Sebastian Fiebrig: Und deutlich machen, was erreicht werden soll und wie.

Sebastian Fiebrig: Denn Zingler selbst sagte über die ersten Aufsichtsratssitzungen, an denen er dann als Vorsitzender des neu gegründeten Wirtschaftsrats teilnahm, es wurde ausschließlich

Sebastian Fiebrig: darüber nachgedacht, wie man den Verein stabilisieren kann.

Sebastian Fiebrig: Also man befand sich permanent eigentlich nur in Situation, dass man eigentlich so Feuer austreten musste.

Sebastian Fiebrig: Und kam gar nicht in eine Situation, dass man sich strategisch irgendwie dieser ganzen Sache auch mal widmen kann.

Sebastian Fiebrig: Also was wollen wir erreichen, wie wollen wir das erreichen und so weiter und so fort.

Sebastian Fiebrig: Sodass man halt so mittel- und langfristig auch denkt, sondern Union war im Prinzip völlig handlungsunfähig und hat nur versucht zu überleben.

Sebastian Fiebrig: Das war so der Zustand damals.

Sebastian Fiebrig: So, und aus dieser Ausgangssituation

Sebastian Fiebrig: Wurden die übergeordneten Ziele des Konzepts aufgeschrieben, die im Prinzip sich da auch so ein bisschen draus ergeben aus den Missständen, und zwar Stärkung der Union-Identität, Transparenz im Handeln.

Sebastian Fiebrig: Stärkere Einbeziehung der Interessen von Mitgliedern, Fans und Sponsoren, Stärkung der Jugend- und Nachwuchsarbeit, bessere Integration in den Profifußball des Vereins.

Sebastian Fiebrig: Und jetzt kommt Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga.

Sebastian Fiebrig: Das hätte aus meiner Sicht gereicht, aber da steht dann halt Aufstieg in die erste Bundesliga vor 2010.

Sebastian Fiebrig: Sportlich.

Sebastian Fiebrig: Ja?

Sebastian Fiebrig: Und ich bin halt über diesen Punkt erste Bundesliga richtig gestolpert.

Sebastian Fiebrig: Und wir müssen uns dann nochmal ins Gedächtnis rufen, dass Union sich zu diesem Zeitpunkt sich auf die Regionalliga vorbereitet hatte.

Sebastian Fiebrig: In einer Geldkampagne für den Erhalt der Regionalliga-Lizenz steckte, ein Etat von, glaube ich, 1,2 oder 1,4 Millionen Euro für diese Mannschaft in der Regionalliga auch nur hatte.

Daniel Roßbach: Und Spoiler, dass nicht so gut funktioniert hat.

Sebastian Fiebrig: Ja, und da klingt halt erste Bundesliga durchaus vermessen.

Sebastian Fiebrig: Das wäre so der erste Ansatz, den man so denkt: habt ihr noch alle Datten am Zorn?

Sebastian Fiebrig: Aber, und das war so dann der Punkt, wo ich so ein bisschen darüber nachgedacht habe, naja, andererseits musst du ja irgendwie Sponsoren und Mitgliedern auch darlegen

Sebastian Fiebrig: dass sich erstens was seit dem Weggang von Heiner Bertram geändert hat, dass man irgendwie auf einem guten Weg ist, dass man sich auch Ziele setzt und so weiter und so fort.

Sebastian Fiebrig: Und der Alltag beim ersten FC-Union seit quasi diesem Weggang von Heiner Bertram, der taugte halt mit den ganzen vielen Hiobs-Botschaften überhaupt nicht dazu.

Sebastian Fiebrig: was Positives zu bringen.

Sebastian Fiebrig: Und dann, wieso?

Sebastian Fiebrig: Also nicht so ein großes Ziel, was auch in einer fern Vergangenheit ist.

Sebastian Fiebrig: Also niemand hätte ja Zukunft.

Sebastian Fiebrig: Ja, fern Zukunft.

Sebastian Fiebrig: Und niemand hätte ja irgendwie sich das notiert und gesagt, okay, gucken wir mal 2010 sind sie da in der Bundesliga.

Sebastian Fiebrig: Es gab auch 2010 keinen einzigen Medienbericht

Sebastian Fiebrig: Ja, sie haben es nicht geschafft mit der Bundesliga.

Sebastian Fiebrig: Also insofern ist das eigentlich auch total okay, sowas zu machen.

Daniel Roßbach: Ja, ich meine, man fragt sich dann natürlich, woher

Daniel Roßbach: diese Vision so kommt.

Daniel Roßbach: Also du hast da gerade gesagt, was wofür man die quasi braucht, aber wenn man sich so reinversetzt.

Daniel Roßbach: welchen Horizont man eigentlich für Union sieht, welchen Platz man eigentlich für Union sieht, ist ja Union aus

Daniel Roßbach: Seiner eigenen Geschichte heraus jetzt nicht so der Verein, den man klassischerweise in der ersten Liga sieht.

Daniel Roßbach: Also natürlich schon, wenn man drauf guckt, wie großes

Daniel Roßbach: Potenzial von dem Verein ist und als zweitgrößter Fußballverein, zumindest in der Phase noch unbestrittenermaßen zweitgrößter Fußballverein in Berlin.

Daniel Roßbach: Ist natürlich naheligend, dass man da irgendwie das auch als den eigenen Horizont sieht.

Daniel Roßbach: Aber so aus der Geschichte, wo man sich halt so bewegt hat in den letzten 25 Jahren, zu dem Zeitpunkt, ist es ja gar nicht so offensichtlich gewesen, dass man quasi

Daniel Roßbach: die erste Liga als es äh als was Erreichbares ansieht, von daher ist er allein schon die

Daniel Roßbach: Die Ambition und die das Selbstvertrauen zu haben, das zumindest als Vision, auch wenn man vielleicht selber jetzt nicht zwingend dran geglaubt hat, dass es innerhalb von sechs Jahren, was ja echt wenig ist für drei Aufstiege.

Sebastian Fiebrig: Zwei wären es nur gewesen.

Daniel Roßbach: Ja, stimmt.

Daniel Roßbach: Ja, genau.

Sebastian Fiebrig: Damals wussten sie ja noch nicht, dass es noch eine Etage tiefer geht.

Daniel Roßbach: Ja, und dass die Regionalliga nicht die vierte Liga ist.

Daniel Roßbach: Also weil sie es damals ja nicht war, muss man vielleicht dazu sagen, dass die dritte Liga da noch nicht gegründet war und Regionalliga eine dritte Liga hieß.

Daniel Roßbach: Ja, aber also diese Ambitionsarm ist ja schon auch was, was halt die Leute, die dann in dem Moment das Hannem bei Union übernommen haben, auch ausgezeichnet hat.

Sebastian Fiebrig: Ja, also

Sebastian Fiebrig: Der Grundgedanke ist ja im Prinzip mit professionellen Strukturen und der Stärke, die Union hat, also der Nutzung dieser Stärken.

Sebastian Fiebrig: ist es halt auch möglich, in die Bundesliga zu kommen.

Sebastian Fiebrig: Und unausgesprochener Satz, der da in Klammern steht, Energiekottbus hat es ja auch geschafft.

Sebastian Fiebrig: Muss man ja auch so sagen.

Sebastian Fiebrig: Also deswegen finde ich das schon.

Daniel Roßbach: In der zeitlichen Orientierung.

Daniel Roßbach: Wann war das, als Scottus aufgestiegen ist?

Sebastian Fiebrig: Die sind ja zweimal aufgestiegen.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube, 2004 waren sie in der Bundesliga.

Sebastian Fiebrig: Weil da war ja Thorsten Matuschka bei Cottbus und da wissen wir ja, dass das Bundesliga-Zeit war.

Sebastian Fiebrig: Insofern

Sebastian Fiebrig: Würde ich das jetzt mal so schlank behaupten, ohne das nachzuschlagen.

Sebastian Fiebrig: Du kannst ja den Google-Wizard machen und ich erzähle mal weiter.

Daniel Roßbach: Ich bin ja auch sowieso Cottbus-Experte.

Sebastian Fiebrig: Stimmt, das musst du eigentlich aus dem Kopf wissen.

Sebastian Fiebrig: Naja.

Daniel Roßbach: Ja, es ist ja nicht so, dass ich irgendwie mit Sport was zu tun hatte in der Gegend.

Daniel Roßbach: Ähm, von Song 2001, äh 2000, 2001 bis 2002, 2003 und 607 bis 8009 waren sie in der ersten Liga.

Sebastian Fiebrig: Okay, dann waren sie in dem Z zu dem Zeitraum in der zweiten Garde.

Sebastian Fiebrig: Und aber eigentlich ein gut etablierter Verein im deutschen Profifußball.

Sebastian Fiebrig: Und naja, also während ich jetzt.

Sebastian Fiebrig: Im Nachhinein, lockere 17 Jahre später, über diese Formulierung erste Bundesliga so ein bisschen stolpere, muss man sagen, sonderlich ernst genommen wurde dieses Ziel in Berliner Medien überhaupt nicht.

Sebastian Fiebrig: .

Sebastian Fiebrig: .

Sebastian Fiebrig: Das hat gar keiner thematisiert.

Sebastian Fiebrig: Das hat auch keiner zu irgendeiner Schlagzeile gemacht, nichts.

Sebastian Fiebrig: Das Einzige, was man so sagen muss, die Morgenpost hat so ein bisschen geschrieben.

Sebastian Fiebrig: Das neu vorgestellte Konzept, mit dem der Regionalligist bis 2010 sogar bis in die Bundesliga will, erfüll die Erwartungen nicht.

Sebastian Fiebrig: Vielmehr wurde gut eineinhalb Stunden über eine zu bildende Vereinsstruktur doziert, die in einem Fußballclub eigentlich üblich ist.

Sebastian Fiebrig: Innovative Ideen, wie Union wieder den Sprung in den Profifußball schaffen kann, gab es nicht.

Sebastian Fiebrig: Und das ist auch ein wirklich wichtiger Punkt.

Sebastian Fiebrig: Es ging

Sebastian Fiebrig: eigentlich viel um Strukturen, es ging um Satzungsänderungen, es ging um die Gründung der Phänomen und Mitgiebabteilung, ich komme nachher nochmal ein bisschen zu.

Sebastian Fiebrig: Das sportliche Thema, das macht man sowieso auch nie auf so einer Mitgliederversammlung.

Sebastian Fiebrig: Aber das fand da nicht statt.

Sebastian Fiebrig: Es ging auch thematisch eher darum, dass Investor Michael Kölmel Geld für die Lizenz in Aussicht gestellt hat.

Sebastian Fiebrig: Das hat er nach der Mitgliederversammlung auch gesagt.

Sebastian Fiebrig: Und wir wissen es ja auch aus dieser Episode zu Bluten für Union, dass Köln und Singer da Geld noch gegeben haben, um halt die Differenz zur geforderten Summe vom DFB zu zahlen.

Sebastian Fiebrig: Oder es ging halt auch um die Fortsetzung des Sponsorings durch die Berliner Stadtreinigung BSR, die damals der Trikotsponsor waren und bei der Antonio Hotardo angestellt war.

Sebastian Fiebrig: Und darüber sagte Hurtado selbst beispielsweise im Tagesspiegel, wenn der Verein ein fundiertes sportliches Konzept vorlegt, dann wird auch die Zusammenarbeit mit der BSR fortgesetzt.

Sebastian Fiebrig: Unabhängig von der Klassenzugehörigkeit oder den handelnden Personen im Verein.

Sebastian Fiebrig: So, und jetzt ein bisschen bei diesem Konzept viel spannender noch, als jetzt so dieser Anfang mit Ausgangssituation und

Sebastian Fiebrig: Zielen, ist eigentlich, wie wollen sie das erreichen?

Sebastian Fiebrig: Und das nannte sich dann Maßnahmen zur Zielerreichung.

Daniel Roßbach: Und für jedes Das klingt wie rum

Daniel Roßbach: Bisschen bürokratisch slash fast ein bisschen wie so ein hat doch wie fünf, sechs Jahresplan, ne?

Sebastian Fiebrig: Ja, aber

Sebastian Fiebrig: Sagt auch das aus, was gemeint ist.

Sebastian Fiebrig: Insofern ist es auch okay.

Sebastian Fiebrig: Für jedes Ziel wurde jedenfalls dargelegt, wie es zur Umsetzung und Zielerreichung kommen soll.

Sebastian Fiebrig: Und das können wir mal ein bisschen im Detail durchgehen.

Sebastian Fiebrig: Bei manchen ein bisschen schneller, bei manchen ein bisschen langsamer.

Sebastian Fiebrig: Bei Punkt 1, da ging es ja um Stärkung der Union-Identität.

Sebastian Fiebrig: Und Union ein kleines Stück Andersartigkeit.

Sebastian Fiebrig: Und die Stichpunkte lauteten dazu

Sebastian Fiebrig: Union ist und bleibt ein Verein aus dem Osten, aber kein typischer Ostclub.

Sebastian Fiebrig: Vielmehr ein großes Stück Berliner Originalität.

Sebastian Fiebrig: Deutliches Herausarbeiten der Unverwechselbarkeit zu anderen Vereinen, Ausbau des professionellen Vermarktungskonzeptes, konsequenter Markenaufbau in Klammern Logo, Slogan, Farben, etc.

Sebastian Fiebrig: Ergebnisse der Markenanalyse umsetzen, in Klammern Union getragen von den Fans.

Sebastian Fiebrig: Identifikation mit dem ersten FC Union Berlin unabhängig vom sportlichen Erfolg erzeugen.

Sebastian Fiebrig: Image-Steigerung durch professionelles Marketing, Öffentlichkeitsarbeit ohne die Wurzeln des Vereins zu verlassen und Integration von regionalen Persönlichkeiten.

Sebastian Fiebrig: Ganz ehrlich, da kann man drüber lachen oder nicht, aber ich finde da wahnsinnig viel, was für einen professionell geführten Verein eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Sebastian Fiebrig: Und würde nur sagen, manche Begriffe würden heute, 17 Jahre später, so willkommen noch benutzt werden, wie beispielsweise deutliches Herausarbeiten der Unverwechselbarkeit zu anderen Vereinen.

Sebastian Fiebrig: Das würde heute vielleicht eher heißen, Union geht seinen eigenen Weg oder so.

Sebastian Fiebrig: Es geht dann vielleicht nicht um Abgrenzung, sondern um das Herausarbeiten der eigenen Identität oder der eigenen Werte oder sowas.

Sebastian Fiebrig: Aber fand ich jetzt alles jetzt nicht so dramatisch?

Sebastian Fiebrig: Eher so der Punkt, dass sowas in drei Jahren zweite Liga damals nicht umgesetzt werden konnte.

Sebastian Fiebrig: Schade, kann man jetzt erstmal sagen.

Sebastian Fiebrig: Und Punkt, Punkt, Punkt, aber das ist jetzt hier nicht weiter Thema.

Sebastian Fiebrig: Punkt zwei, Transparenz im Handeln, in Klammern, Finanzen und Kommunikation.

Sebastian Fiebrig: Und da geht es dann halt um Verbesserung des Controllings durch die Verankerung professioneller kaufmännischer Systeme.

Sebastian Fiebrig: Da ist sehr viele Fragen bei diesem Punkt.

Sebastian Fiebrig: Weil auch da denke ich halt so, wie habt ihr drei Jahre zweite Liga gemacht?

Sebastian Fiebrig: Oh na egal.

Sebastian Fiebrig: Durchführung von mindestens vier.

Sebastian Fiebrig: Und jetzt kommt es wirklich, weil wir hatten vorhin das ja mit den Gremien irgendwie.

Sebastian Fiebrig: Durchführung von mindestens vier Aufsichtsratssitzungen sowie regelmäßige Gesellschafterversammlungen zur Wahrnehmung der Verantwortlichkeiten.

Sebastian Fiebrig: Entwicklung einer Kommunikationsstrategie, die nach innen Mitgliederfans sponsoren, sowie nach außen Medien Geschlossenheit demonstriert.

Sebastian Fiebrig: Kanalisierung des externen Informationsflusses durch Stärkung der Position des Pressesprechers, damals Last Höffling, regelmäßige Berichterstattung an die Mitglieder, zum Beispiel Newsletter, Infoveranstaltungen, Teilnahme an Sitzungen.

Sebastian Fiebrig: Das ist eigentlich, das sind Sachen, die sind heute für Union selbstverständlich.

Sebastian Fiebrig: Aber ich erinnere immer noch daran, dass es halt auch Vereinssitzungen gab, also Gremiensitzungen, wo danach quasi Dokumente Journalisten zum Abfotografieren gegeben wurden.

Sebastian Fiebrig: Und dass am nächsten Tag alles in der Zeitung stand.

Sebastian Fiebrig: Und da sämtliche Debatten auch medial stattgefunden haben.

Sebastian Fiebrig: Und das sind halt so hier Punkte, aber auch das halt, also regelmäßige Aufsichtsratssitzungen, ne?

Daniel Roßbach: Low Bar.

Sebastian Fiebrig: Ja, es ist halt wirklich, also da hat einiges halt auch so vorher nicht so stattgefunden.

Sebastian Fiebrig: Also für mich auch alles recht normale Maßnahmen, um das kommunikative Chaos der Monate zuvor hinter sich lassen zu können.

Sebastian Fiebrig: Jetzt nichts Aufregendes, ehrlich gesagt.

Sebastian Fiebrig: Dann haben wir Punkt 3, stärkere Einbeziehungen der Interessen von Mitgliedern, Fans und Sponsoren.

Sebastian Fiebrig: Die Punkte sind dann Gründung einer Fan- und Mitgliederabteilung mit Bereitstellung eines Budgets zur selbstständigen Verwaltung und Ausrichtung gemeinsamer Veranstaltungen.

Sebastian Fiebrig: Dann regelmäßige Durchführung von Fantreffen mit Mitgliedern des Aufsichtsrates und/oder des Präsidiums.

Sebastian Fiebrig: Berücksichtigung eines Fan-Vertreters im Aufsichtsrat des Vereins.

Sebastian Fiebrig: Berücksichtigung eines Sponsorenvertreters im Aufsichtsrat des Vereins.

Sebastian Fiebrig: Mitwirkung im Rahmen der Vorbereitung von Ehrungen, Wahlen und Mitgliederversammlungen.

Sebastian Fiebrig: Das sind, also hier geht es jetzt, um mal kurz nochmal zu 2004 zurückzugehen.

Sebastian Fiebrig: Hier geht es wirklich total um die Integration von zwei wichtigen tragenden Säulen des Vereins.

Sebastian Fiebrig: Mitglieder sollten die Möglichkeit haben, sich aktiv in der Vereinsarbeit zu beteiligen und auch informiert zu werden, sodass sie sich auch einbringen können.

Sebastian Fiebrig: Und auch, muss man ja auch mal so deutlich sagen, informierte Entscheidungen treffen können.

Sebastian Fiebrig: Und das war halt wirklich einer der Kernpunkte.

Sebastian Fiebrig: Aus den vielen Treffen zwischen Fans und Vereins vor und nach Bertrams Entmachtung, also diese Forderung nach einer Fan- und Mitgliederabteilung.

Sebastian Fiebrig: Dazu war dann am Ende auch eine Satzungsänderung notwendig.

Sebastian Fiebrig: Und auch diese Sitze im Aufsichtsrat, das sind heute Selbstverständlichkeiten.

Sebastian Fiebrig: Das ist das, was die Morgenpost vorhin genannt hat, es wurde halt so viel über Strukturen geredet, aber das war wirklich wichtig.

Sebastian Fiebrig: Weil es halt auch in der Phase darum ging, dass Unionen in den Vereinen, also im Verein, präsent sind.

Sebastian Fiebrig: Ja, und beziehungsweise, dass es Union auch ein Verein für Union-Fans ist.

Daniel Roßbach: Und von Union-Fans auch.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Und im Juni 2004 wurde übrigens dann schon diese Fan und Mitgliederverabteilung gegründet.

Sebastian Fiebrig: Dann haben wir, jetzt kommen die spannenderen Punkte.

Sebastian Fiebrig: Punkt 4, da ging es um Stärkung der Jugend- und Nachwuchsarbeit, bessere Integration in den Profifußball des Vereins.

Sebastian Fiebrig: Und die Punkte waren Schaffung eines einheitlichen Erziehungs- und Ausbildungskonzeptes, Aufrechterhaltung und Stärkung des Leistungszentrums, Weiterentwicklung des Trainerteams mit einheitlicher Philosophie, Entwicklung eines Scouting-Systems.

Sebastian Fiebrig: Intensivierung des Informationsaustausches zwischen Nachwuchsabteilung und erster Mannschaft.

Sebastian Fiebrig: Also fangen wir beim letzten Punkt an.

Sebastian Fiebrig: Also mit dieser Integration von Nachwuchsspielen.

Sebastian Fiebrig: Das ist aus der Notgeboren dann 2004, 2005 in der Regionalliga-Saison durchaus passiert.

Sebastian Fiebrig: Und umgesetzt wurden mit Roman Prokop beispielsweise oder Florian Müller, die da zum Einsatz kam.

Sebastian Fiebrig: Aber das ging halt total schief, das ist aber eine andere Geschichte, die will ich heute nicht erzählen.

Sebastian Fiebrig: Fakt ist, dass es halt eine sehr junge Mannschaft war, denen halt irgendwie ein bisschen Führung gefehlt hatte und Erfahrung und auf die unwahrscheinlich viel eingeprasset ist, also sehr viel auch

Sebastian Fiebrig: Also im Prinzip unerreichbare Ziele wurden darauf projiziert.

Sebastian Fiebrig: Und dass der Nachwuchs dann.

Sebastian Fiebrig: .

Sebastian Fiebrig: .

Sebastian Fiebrig: In der Folge nicht mehr in der Intensität gefördert werden konnte, weil das Geld an allen Ecken und Enden fehlt.

Sebastian Fiebrig: Das ist halt auch klar.

Sebastian Fiebrig: Also nach dem erneuer oder neuen Abstieg.

Sebastian Fiebrig: Ne

Sebastian Fiebrig: Abstieg in der Folge.

Sebastian Fiebrig: Neuerlichen Dank.

Sebastian Fiebrig: Ja, genau.

Sebastian Fiebrig: Da wurde ja dann auch Geld in der Nachwuchsarbeit gestrichen, um halt

Sebastian Fiebrig: Die erste Mannschaft aus der Oberliga wieder rauszuholen.

Sebastian Fiebrig: Und das ist halt so ein Punkt.

Sebastian Fiebrig: Man hat da sehr viel kaputt gegangen.

Sebastian Fiebrig: Im Prinzip hat man diese Punkte damals eigentlich nicht umsetzen können.

Sebastian Fiebrig: Im Großen und Ganzen, muss man so sagen.

Sebastian Fiebrig: Ich will aber auch nicht so ins Detail gehen, weil ich auch die Details jetzt nicht so kenne, aber der

Sebastian Fiebrig: Punkt ist, kann man schon sagen, der ging nicht so gut und auch nicht so gut ging erstmal so Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga und Aufstieg in die erste Bundesliga vor 2010.

Sebastian Fiebrig: Und da waren die Punkte zur Zielerreichung, Umsetzung des erarbeiteten Konzepts, insbesondere im Hinblick auf ein ganzheitliches sportliches Konzept.

Sebastian Fiebrig: Nennenswerte Verbesserung der Infrastruktur im Stadion innerhalb der nächsten drei Jahre, also bis 2007 hätte das passieren sollen.

Sebastian Fiebrig: Steigerung der Marketingeinnahmen durch Intensivierung des Vertriebes

Sebastian Fiebrig: Nutzung von Synergien infolge der WM 2006.

Sebastian Fiebrig: Da habe ich auch ein paar Fragen zu, aber lasse ich es mal weg.

Sebastian Fiebrig: Erzielung von Transferüberschüssen, Steigerung der Zuschauerzahl durch attraktiven Fußball.

Sebastian Fiebrig: Da muss man wirklich auch einen Punkt machen, das versteht man aus heutiger Sicht, glaube ich, nicht, aber Union hatte

Sebastian Fiebrig: einen relativ schlechten Zuschauerschnitt in der zweiten in der letzten Zweitligasaison.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube so knapp unter 7000, 6000 irgendwas.

Sebastian Fiebrig: Und da muss man auch wirklich dran denken, den hatten sie fast auch in zwei liegen drunter, diesen Schnitt.

Sebastian Fiebrig: Knapp 6000 waren es halt auch in der Oberliga.

Sebastian Fiebrig: Also deswegen, da ist so ein Punkt, der lässt sich nur verstehen, aus der Zeit heraus.

Sebastian Fiebrig: Also von heute gedacht, das ist eigentlich komisch.

Sebastian Fiebrig: Verbesserung der sportlichen Qualität durch die Verpflichtung eines Perspektivtrainers sowie Integration junger Spieler im Profikar, das hatten wir gerade kurz, und zeitnahe Verpflichtung eines sportlichen Leiters.

Sebastian Fiebrig: Was vielleicht da wichtig ist zu wissen, ist, dass wenige Tage nach dieser Mitgliederversammlung Union bekannt gegeben hat, dass Frank Wohnut neuer Trainer wird.

Sebastian Fiebrig: Was ja eigentlich, muss man sagen, von der Wahl richtig gut ist.

Sebastian Fiebrig: Also es ist halt ein Trainer, der Ahnung von sportlicher Qualität hat, nachweislich, der Spiele auch entwickeln kann nachweislich.

Sebastian Fiebrig: Und vor allem auch junge Spieler integrieren kann.

Sebastian Fiebrig: Der ist nach nicht mal drei Monaten im Amt schon wieder entlassen worden.

Sebastian Fiebrig: Also im September 2004 war er schon wieder weg, weil das alles nicht so funktioniert hatte.

Sebastian Fiebrig: Und auf der Position des sportlichen Leiters gab es eigentlich bis zur Verpflichtung von Christian Beek im September 2005 ebenfalls keine Konstanz.

Sebastian Fiebrig: Und das ganzheitliche sportliche Konzept fiel ehrlich gesagt im Prinzip durch kurzfristigen Erfolgsdruck permanent.

Sebastian Fiebrig: Dem zum Opfer.

Sebastian Fiebrig: Also da ist auch nichts passiert.

Sebastian Fiebrig: Also kann man jetzt nicht.

Sebastian Fiebrig: Also, ich habe es auch nicht gesehen damals, muss ich sagen.

Sebastian Fiebrig: Das sind Sachen, die wünscht man sich.

Sebastian Fiebrig: Die dann im Alltag umzusetzen, ist dann vielleicht nochmal eine andere Sache.

Sebastian Fiebrig: Und das muss man auch sagen, dass Punkte 4 und 5 da

Sebastian Fiebrig: so gut dann nicht funktioniert haben.

Sebastian Fiebrig: Strukturelle Konsequenzen, da will ich jetzt gar nicht so viel ausführen.

Sebastian Fiebrig: Wer da ein bisschen Interesse hat, da ging es ein bisschen darum, wie Präsidium Aufsichtsrat und ähm

Sebastian Fiebrig: Mit dem Rest im Verein, also auch mit Trainern, Spielern, Fans, Mitgliedern, mit dem Marketing-GmbA, die damals noch ausgegliedert war, wie die da miteinander kommunizieren.

Sebastian Fiebrig: Gibt es ein Schaubild, findet ihr auf der Website zur Episode.

Sebastian Fiebrig: Und dann gab es nochmal weitere Vorgehensweise, Ausblick.

Sebastian Fiebrig: Das ist im Prinzip ein Zeitplan bis zum Ende 2004, wo es dann halt darum ging, bis wann was erreicht werden soll.

Sebastian Fiebrig: Das heißt Durchführung der MV mit neuem Geist.

Sebastian Fiebrig: Das ist genau die, über die ich spreche gerade.

Sebastian Fiebrig: Dann die Intensivierung und erfolgreiche Abschluss der Kampagne Bluten für Union.

Sebastian Fiebrig: Die sollte am 8.

Sebastian Fiebrig: Juni fertig sein.

Sebastian Fiebrig: Erhalt der Lizenz für die Regionalliga 9.

Sebastian Fiebrig: Juni.

Sebastian Fiebrig: Dann Abschluss der Vorbereitung für die nächste Saison, 10.

Sebastian Fiebrig: Juni, Etablierung einer Fan- und Mitgliederabteilung, 15.

Sebastian Fiebrig: Juni hatten sie auch geschafft.

Sebastian Fiebrig: Zusammensetzung des neuen Präsidiums bis 30.

Sebastian Fiebrig: Auch das ist passiert, wir erinnern uns, 1.

Sebastian Fiebrig: Juli 2004, Dirk Zingner, neuer Präsident.

Sebastian Fiebrig: Das war gar nicht so einfach, da einen auch zu finden.

Sebastian Fiebrig: Dann Fertigstellung eines Gesamtkonzeptes bis 15.

Sebastian Fiebrig: 10.

Sebastian Fiebrig: , Umsetzung der neuen Vereinsstruktur und Überarbeitung der Vereinssatzung bis 31.

Sebastian Fiebrig: 12.

Sebastian Fiebrig: Ich habe jetzt nicht genau herausgefunden, ob sie das mit der Satzung bis dahin wirklich geschafft hatten, weil das sehr viel

Sebastian Fiebrig: Arbeit ist und sie muss ja dann auch da im Register eingetragen werden und so weiter.

Sebastian Fiebrig: Aber das spielt ja keine Rolle.

Sebastian Fiebrig: Sie hatten da einen relativ guten kurzfristigen Plan.

Sebastian Fiebrig: Das meiste haben sie auch umgesetzt.

Sebastian Fiebrig: Und dann gibt es eiserne Abschluss.

Sebastian Fiebrig: Ich habe mich schon beim Lesen gefragt, was war das denn eiserne Abschluss?

Sebastian Fiebrig: Das sind im Prinzip so Schlussworte, salbungsvolle.

Sebastian Fiebrig: Die dann kommen.

Sebastian Fiebrig: Und zwar Aufsichtsrat und Präsidium des ersten FC Union Berlin sind davon überzeugt, bei konsequenter und professioneller Umsetzung aller genannten miteinander verknüpfter Strategien und Maßnahmen

Sebastian Fiebrig: Unser Kultverein finanziell gesund, weitgehend frei von externen Einflüssen, sicher und unabhängig von kurzfristig denkbaren sportlichen Schwankungen, dauerhaft im Lizenzfußball etablieren zu können.

Sebastian Fiebrig: Denn, und jetzt kommt's

Sebastian Fiebrig: Unioner sind nicht bloß Fans aufgrund möglicher Erfolge, sie sind Fans, weil sie sich mit den Ursprüngen ihres Vereins identifizieren.

Sebastian Fiebrig: Und niemals vergessen, Alternun.

Sebastian Fiebrig: Wie gesagt, lassen wir mal dieses Kultvereinszeug so ein bisschen weg, muss dann sagen, das könnte auch von heute sein.

Daniel Roßbach: Und hat sich auch in den Jahren nachher bestätigt.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Finde auch, wenn man, wenn ich jetzt mal selber so ein bisschen Fazit ziehen kann, weil so richtig wurde da nie eins gezogen.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube, es hat sich nie wieder jemand für dieses Konzept so an sich interessiert.

Sebastian Fiebrig: Es war auch nichts davon zu, also es war auch nichts zu googeln, so wirklich.

Sebastian Fiebrig: Und es ging halt auch in zwei entscheidenden Punkten nicht auf, also Nachwuchs und Entwicklung des Profifußballs.

Sebastian Fiebrig: Aber es lässt sich halt unfassbar viel daraus erkennen, was vorher aus Sicht der jetzt in die Ämter gekommenen Person nicht gestimmt hat.

Sebastian Fiebrig: Nochmal, wir haben einen neuen Aufsichtsrat, wir haben diesen neu gegründeten Wirtschaftsrat, wir haben dann das neue Präsidium, wo überall Unioner irgendwie dabei sind.

Sebastian Fiebrig: Sponsoren sind integriert, die Firma Mitgliederabteilung kommt mit rein.

Sebastian Fiebrig: So, und Union war eigentlich

Sebastian Fiebrig: So 2003, 2004 im Prinzip auf dem besten Weg, sich von seiner Identität zu entfernen und in die sportliche Bedeutungslosigkeit abzustürzen.

Sebastian Fiebrig: Und beides sollte halt mit dieser Hinwendung zu einer Professionalisierung, vor allem einer, ich nenne es mal Unionisierung, herumgerissen werden.

Sebastian Fiebrig: Und während die Professionalisierung und der sportliche Erfolg sich im Zeitplan ein bisschen verzögert haben, kann man schon sagen, dass das mit der Identifikation mit dem Verein

Sebastian Fiebrig: Nach einem kurzen Tief in der Regionalligasaison eigentlich konstant verstärkt hat.

Sebastian Fiebrig: Also da sind auch unschöne Sachen noch in der Saison drauf passiert, das muss man schon ganz deutlich sagen.

Sebastian Fiebrig: Also so Hartz-IV-Banner für die Spieler und so weiter und so fort während des Spiels.

Sebastian Fiebrig: Naja, also und auch, da sind, glaube ich, nicht so nette Worte auch gefallen.

Sebastian Fiebrig: Aber das ist ja dann also besser geworden, also in der vierten Liga und dann halt danach sowieso.

Sebastian Fiebrig: Die Hinwendung zu den Vereins als Basis und des Vereins und der Integration von Sponsoren war im Nachhinein eine strategisch vollkommen richtige Entscheidung.

Sebastian Fiebrig: Das kann man auch ganz klar sagen.

Sebastian Fiebrig: Das heißt

Sebastian Fiebrig: Werden Sie vielleicht jetzt nicht so viel drüber geredet haben, irgendwie über dieses Konzept, weil man halt auch bei ein paar Sachen halt überhaupt nicht im Plan war?

Sebastian Fiebrig: Aber eigentlich lässt sich aus diesem Konzept, wenn man jetzt mal diesen Kram mit dem Bundesligausstieg wegnimmt, den ich so als Aufhänger genommen habe, relativ gut nachvollziehen, wie sich der Verein dann entwickelt hat.

Daniel Roßbach: Als strategische Leitlinie halt.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Und das finde ich tatsächlich eigentlich interessant, deswegen hätte es mir so viel Mühe gegeben, weil für so einen Gaghad wäre es jetzt so eine Sendung jetzt nicht so cool gewesen.

Sebastian Fiebrig: Im Programmheft vom Heimspiel gegen den VfB Lübeck am 17.

Sebastian Fiebrig: Oktober 2004, da war schon Pico Vogt Trainer

Sebastian Fiebrig: Der es ja auch nicht so lange ausgehalten hat, glaube ich 72 Tage oder so.

Sebastian Fiebrig: Dann hat er schon hingeworfen.

Sebastian Fiebrig: Oder entlassen, wie auch immer.

Sebastian Fiebrig: Gab es so ein A bis Z mit Dirk Zingler nach seinen ersten 100 Tagen als Präsident des ersten FC Union Berlin?

Sebastian Fiebrig: Und ich zitiere mal so als Fazit.

Sebastian Fiebrig: auf die Ziele aus dem Hotado-Konzept oder Eisam-Konzept, wie man auch immer das nennen mag, ein paar Punkte, damit man sich besser vorstellen kann, welch echt dicke Bretter da teilweise gebohrt werden mussten.

Sebastian Fiebrig: Und zwar A wie alte Fürsterei, dazu sagte Zingner.

Sebastian Fiebrig: Die Stadionfrage, also wie gesagt, er sagt es im Oktober 2004, die Stadionfrage ist nach wie vor akut, entsprechende, konkrete Gespräche finden bereits statt und wir sind auf einem guten Weg.

Sebastian Fiebrig: Der Unterstützung des Bezirks können wir gewiss sein.

Sebastian Fiebrig: Dazu muss man wissen, dass der damalige Bezirksbürgermeister Klaus Ulbricht auch im Aufsichtsrat von Union war.

Sebastian Fiebrig: Auch im Neugewährten.

Sebastian Fiebrig: F.

Sebastian Fiebrig: wie Fuma, Dirk Zinger sagt dazu: Die Zusammenarbeit mit der Fan- und Mitgliederabteilung nimmt immer konkretere Formen an.

Sebastian Fiebrig: Regelmäßiger Ideenaustausch mit dem Präsidium und der Marketing GmbH findet statt.

Sebastian Fiebrig: Und er ist die Basis für eine noch stärkere Einbeziehung der Faninteressen.

Sebastian Fiebrig: Die Mitglieder sollen sich beim ersten FC Union Berlin wiederfinden.

Sebastian Fiebrig: Geh wie Gremien, das Thema hatten wir ja vorhin schon.

Sebastian Fiebrig: Die Kommunikation und das Ineinandergreifen der verschiedenen Gremien sind auf einem sehr guten Weg.

Sebastian Fiebrig: Alleingänge darf es nicht mehr geben.

Sebastian Fiebrig: Aufsichtsrat, Präsidium, Ehrenrat, Wirtschaftsrat.

Sebastian Fiebrig: FUMA.

Sebastian Fiebrig: Der Austausch auf direktem Weg klappt, ein entsprechender Meetingplan gewährleistet regelmäßige Zusammenkünfte und somit gezielte Informationen.

Sebastian Fiebrig: KW Kölmel.

Sebastian Fiebrig: Wir sind mit Gläubiger Dr.

Sebastian Fiebrig: Kölmel in regelmäßigem Kontakt.

Sebastian Fiebrig: Die Gespräche sind positiv.

Sebastian Fiebrig: Auch in der Zusammenarbeit mit ihm heißt das Zauberwort Transparenz.

Sebastian Fiebrig: Wir nehmen ihn stets mit ins Boot.

Sebastian Fiebrig: L wie Liquidität, sehr spannendes Thema damals.

Sebastian Fiebrig: Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor sehr, sehr angespannt.

Sebastian Fiebrig: Wir müssen immer noch Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit bedienen.

Sebastian Fiebrig: Einen Bluten für Union 2 darf es nicht noch einmal geben.

Sebastian Fiebrig: Daran arbeiten wir.

Sebastian Fiebrig: Q wie Qualität.

Sebastian Fiebrig: Unsere Mannschaft hat die Qualität für die dritte Liga.

Sebastian Fiebrig: Wir haben noch genug Zeit, dies zu beweisen.

Sebastian Fiebrig: Es wie Sponsoren.

Sebastian Fiebrig: Die Sponsoren sind ebenso treu wie die Fans.

Sebastian Fiebrig: Ich bin nicht nur Präsident, sondern auch Sponsor.

Sebastian Fiebrig: Wenn man bereit ist, selbst etwas zu geben, fällt es leicht, um Unterstützung zu bitten.

Sebastian Fiebrig: Trotz des Abstiegs verzeichnen wir einen quantitativen Zuwachs an Sponsoren.

Sebastian Fiebrig: Das ist ein gutes Zeichen.

Sebastian Fiebrig: Und das Spannendste: ZW.

Sebastian Fiebrig: Zukunft.

Sebastian Fiebrig: Der erste FC Union Berlin ist ein Traditionsverein mit 4000 Mitgliedern und vielen tausend Sympathisanten.

Sebastian Fiebrig: Er wird auch die derzeitige Situation überstehen und wieder bessere Zeiten erleben.

Sebastian Fiebrig: Dafür bin ich vor 100 Tagen angetreten.

Sebastian Fiebrig: Der Weg dahin kann lang und schwierig sein.

Sebastian Fiebrig: Das wusste ich vorher.

Sebastian Fiebrig: Ja, das war meine vielleicht ein bisschen längere Episode letzten eigentlich interessanten, aber vergessenen eisernen Konzept aus dem Jahr 2004, in dem auch

Sebastian Fiebrig: der Bundesligaufstieg als Ziel innerhalb von sechs Jahren ausgegeben wurde.

Daniel Roßbach: Ja, es wäre dann nochmal spannend, ein bisschen zu verfolgen, wie sich das entwickelt hat mit dem

Daniel Roßbach: Also in der Phase, wo das dann auch konkreter wurde als Möglichkeit.

Daniel Roßbach: Also, nachdem man dann 2009 oder 2010, wie war das?

Daniel Roßbach: Du hast in die Zweitliga aufgeschlagen.

Daniel Roßbach: 2009.

Daniel Roßbach: Ja.

Daniel Roßbach: Gab es ja dann verschiedene Phasen in der zweiten Liga.

Daniel Roßbach: Also gleich am Anfang ja eine, wo man schon mal wieder gut gestartet ist, wo das fast geklappt hätte, vielleicht sogar.

Daniel Roßbach: Und dann eine Phase, wo man den Aufstieg jetzt nicht so offensiv auf die Fahnen geschrieben hat, aber dann einen, wo man das jetzt nicht so sehr nach außen mit irgendeinem Konzept, aber mit dem eigenen Handeln und so mit dem internen Anspruch ja dann schon wieder

Daniel Roßbach: stringent verfolgt hat, bis man es dann halt wirklich geschafft hat, vielleicht zwar nicht in der Saison, wo man es am meisten erwartet hätte.

Daniel Roßbach: Das ist ja schon noch eine interessante Wirkung, wieso die Perspektive Bundesliga da eine unterschiedliche Rolle gespielt hat in den folgenden Jahren.

Sebastian Fiebrig: Dazu muss man, also da kann man ein paar Sachen sagen.

Sebastian Fiebrig: Also ich glaube, dass diese Perspektive Bundesliga immer mitgeschwungen ist, eigentlich.

Sebastian Fiebrig: Aber man muss auch immer gucken, wo Union zu einem jeweiligen Zeitpunkt stand.

Sebastian Fiebrig: Also da hat, glaube ich, nie jemand offensiv darüber geredet.

Sebastian Fiebrig: Also schon gar nicht jetzt eine Person, die da mit entschieden hat.

Sebastian Fiebrig: Aber das war schon relativ schnell nach dem Aufstieg 2009.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube ein, zwei Jahre später gab es so die ersten.

Sebastian Fiebrig: .

Sebastian Fiebrig: Momente, wo darüber gesprochen wurde.

Sebastian Fiebrig: Also nicht darüber gesprochen, irgendwie, jetzt wollen wir aufsteigen, aber wir wollen in.

Sebastian Fiebrig: bald mal in die Top 25 oder so der Feine sein.

Sebastian Fiebrig: So wurde es gesagt.

Sebastian Fiebrig: Was ja auch heißen kann, bist sechster Platz in der zweiten Liga, heißt aber auch

Sebastian Fiebrig: Kannst du mal aufsteigen und so weiter und so fort.

Sebastian Fiebrig: Das waren dann so Fernziele, die hießen aber nicht sofort.

Sebastian Fiebrig: Und man hat sich ja dann von Uwe Neuhaus ja zum Beispiel getrennt.

Sebastian Fiebrig: Das ist jetzt ein sehr sportliches Thema natürlich.

Sebastian Fiebrig: Aber weil man ja da der Meinung war, dass man halt mit ihm diese Ziele so nicht erreicht, weil man halt.

Sebastian Fiebrig: sehr viel Geld teilweise in Spieler investiert hat, aber dann halt gedacht hat, okay, da kommt nicht mehr raus, als wir reinstecken.

Sebastian Fiebrig: Wenn du verstehst, was ich meine.

Sebastian Fiebrig: Also mehr, so haben sie es auch damals gesagt.

Sebastian Fiebrig: Da müsste man jetzt mehr tatsächlich nochmal mit den Leuten reden und hoffen, dass sie im Nachhinein nochmal darüber Auskunft geben.

Sebastian Fiebrig: Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das also dass man operativ, sagen wir es mal so

Sebastian Fiebrig: Strategisch schon, aber dass man operativ zum Beispiel im Jahr 2006 oder 2007 oder 2008 von der Bundesliga gesprochen hat.

Sebastian Fiebrig: Also der Verein war halt strukturell dazu noch gar nicht gut genug aufgestellt.

Sebastian Fiebrig: Der war schon für die zweite Liga.

Sebastian Fiebrig: Das kann man ja auch jetzt manchmal in Podcasts beispielsweise mit Christian Arbeit gab es einen Podcast von der Union-Stiftung über die

Sebastian Fiebrig: Arbeit von Christian Arbeit.

Sebastian Fiebrig: Und da hat er dann auch erzählt, wie er dann halt in der zweiten Liga endlich mal auch jemanden zur Seite bekommen hat, weil es einfach echt schon sehr viel wurde für eine Person.

Sebastian Fiebrig: Und ich denke aber, dass man da tatsächlich, das ich gerade gesagt habe, ein bisschen unterscheiden muss zwischen einem strategischen Ziel und einem operativen Ziel.

Sebastian Fiebrig: Also kann ich es jetzt umsetzen oder versuche ich jetzt so viel wie möglich dafür schon zu machen, dass ich es vielleicht in fünf Jahren umsetzen kann?

Sebastian Fiebrig: Ich glaube, und wenn man strategisch denkt, glaube ich, dass das Ziel Bundesliga nie aus den Augen verloren wurde.

Sebastian Fiebrig: Bloß kommuniziert hat man es nicht, und man hat es wahrscheinlich auch nicht so auf der Fahne, aber wenn man halt so sagt, okay, Zehn-Jahresplan oder sowas.

Sebastian Fiebrig: Da wollen wir irgendwie so weit, den Verein so weit hinbekommen haben, dass wir zumindest das Potenzial haben, darum mitzuspielen.

Sebastian Fiebrig: Darum geht es ja mal.

Sebastian Fiebrig: Man kann so ein sportliches Ziel ja nicht planen.

Sebastian Fiebrig: Ich glaube, das war dann schon recht schnell wieder da.

Sebastian Fiebrig: Fand halt nur 2004, weil der Verein.

Sebastian Fiebrig: Also vielleicht hat man sich da, sagen wir es so rum, vielleicht hat man sich damals auch ein bisschen zu viel.

Sebastian Fiebrig: versprochen, was in schneller, also man hat sich gedacht, dass manche Sachen in schnellerer Zeit passieren können, als sie dann wirklich gebraucht haben.

Sebastian Fiebrig: Also Strukturen aufbauen und so.

Sebastian Fiebrig: Das ist ja nicht eine lineare Entwicklung, auch wenn es im Nachhinein manchmal so aussieht.

Sebastian Fiebrig: Ja, aber sehr spannend.

Sebastian Fiebrig: Also würde mich tatsächlich auch mal interessieren, ob Dirk Zingner beim Spiel gegen Anka Wismar unentschieden

Sebastian Fiebrig: dann gedacht hat, ja okay, blöd jetzt hier, aber in zehn Jahren Bundesliga.

Sebastian Fiebrig: Ja, glaube nicht.

Sebastian Fiebrig: Aber dass das ganze Handeln darauf ausgerichtet war, den Verein dafür fit zu machen und dass halt auch alle möglichen Sachen, auch Infrastruktur und so, da in die Richtung gingen.

Sebastian Fiebrig: Das sieht man, glaube ich, schon.

Daniel Roßbach: Ich meine, das ist auch die Sache mit strategischen und mit konkreten Zielen.

Daniel Roßbach: Wenn man die halt klug wählt, dann ist es ja ein Stück weit auch egal, ob man jetzt die

Daniel Roßbach: die konkrete Manifestation von den strategischen Zielen quasi erreicht, weil man halt quasi die Fluchtlinie richtig gewählt hat, dass quasi

Daniel Roßbach: Die Sachen, die man jetzt gerade konkret macht, dass die einen näher bringen, dahin so ein strategisches, so ein übergeordnetes oder so ein bisschen utopisches Ziel zu erreichen.

Daniel Roßbach: Wenn sich halt quasi der Zustand an sich und akuten erstmal verbessert und dann das näher dahin bringt, dass man es dann halt auch vielleicht zehn Jahre später erst dahin schafft

Daniel Roßbach: Ist ja dann ein bisschen sekundär, wenn halt diese Kernpunkte, die du ja auch rausgearbeitet hast, wenn man die dann halt schon mal umsetzt und die halt dabei helfen, dann irgendwann dahin kommen zu können.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Was ich noch unbedingt sagen möchte, weil es jetzt, glaube ich, so die erste Episode ist, wo ich so konkret damit zu tun habe.

Sebastian Fiebrig: Wir reden ja auch immer mal über Quellen und so.

Sebastian Fiebrig: Das Programm des ersten FC Union Berlin ist eine ganz hervorragende Quelle, seit es dann halt von Fans übernommen wurde, weil halt da so viel Diskurs stattfindet.

Sebastian Fiebrig: Dieses ganze eiserne Konzept, ich weiß nicht, ob ich, da hätte ich wahrscheinlich irgendwie ins Vereinsarchiv gemusst, um das vielleicht zu finden, wenn es irgendwie, oder dass da irgendeine PowerPoint-Präsentation noch rumliegt.

Sebastian Fiebrig: von der Mitgiederversammlung, weiß ich nicht.

Sebastian Fiebrig: Das war halt komplett da abgedruckt zum Beispiel.

Sebastian Fiebrig: Da wurde auch über die Mitgierversammlung ein bisschen geschrieben.

Sebastian Fiebrig: diese ersten 100 Tage von Dirk Zingler.

Sebastian Fiebrig: Und das ist auch frei zugänglich.

Sebastian Fiebrig: Die entsprechenden Programmhälter haben die Programmierer, die

Sebastian Fiebrig: das Programmhefte halt machen, auch auf ihrer Website stehen.

Sebastian Fiebrig: Das heißt, dort ist auch hin verlinkt.

Sebastian Fiebrig: Also schaut euch die Programmhefte von damals auch gerne an.

Sebastian Fiebrig: Das ist eigentlich eine ganz gute Sache, muss ich sagen.

Sebastian Fiebrig: Erst recht jetzt, wo wir halt drauf angewiesen sind, halt auf digitale Archive, was halt bei Union nicht immer so einfach ist.

Sebastian Fiebrig: Gut, Daniel.

Daniel Roßbach: Vielen Dank für die interessante Geschichte hier.

Sebastian Fiebrig: Dann können wir zum Feedback-Hinweisblock kommen.

Daniel Roßbach: Genau, wenn ihr uns Feedback geben wollt, dann ist die allererste Anlaufstelle immer unsere Internetwebseite.

Sebastian Fiebrig: Internetseite ist auch gut, ist völlig richtig.

Daniel Roßbach: und minus-niemals-vergessen-podcast.

Daniel Roßbach: de, da könnt ihr nämlich die Folgen finden, könnt ihr finden, wo wir schon mal geredet haben und könnt vor allem Kommentare schreiben.

Daniel Roßbach: uns Hinweise geben, anderen, euch mit anderen austauschen darüber, wie ihr das, was wir hier so erzählen, vielleicht damals miterlebt habt oder wie ihr die Episoden gefunden habt, wenn ihr das nicht selber getan habt, vielleicht.

Sebastian Fiebrig: Ganz häufig, weil ganz kurz, ganz kurz, ganz kurz.

Sebastian Fiebrig: Ganz häufig findet ihr dort auch die Skripte und die Quellen verlinkedwins und die Quellen zumindest auch angegeben.

Sebastian Fiebrig: Selbst wenn wir sie nicht verlinken können, weil es halt in Büchern oder so ist, aber so dass ihr da halt auch selber nochmal nachschauen könnt.

Sebastian Fiebrig: Und wenn die Skripte da sind, könnt ihr auch nochmal nachlesen im Detail.

Sebastian Fiebrig: Genau, er wollen jetzt eigentlich immer Skripte nicht immer.

Daniel Roßbach: Das kommt ein bisschen darauf an, was für eine Sorte Episode das ist und wie die sich so zusammengefügt hat.

Daniel Roßbach: Das findet ihr da.

Daniel Roßbach: Ihr könnt uns natürlich aber auch in sozialen Netzwerken finden, auf Facebook unter der Textilvergehendenseite, auf Twitter unter atunv-podcast.

Daniel Roßbach: und könnt uns da ansprechen.

Daniel Roßbach: Ihr könnt uns da natürlich auch persönlich finden.

Daniel Roßbach: Ich bin da at da-rosbach.

Daniel Roßbach: Sebastian ist at saumselig auf Twitter.

Daniel Roßbach: Könnt ihr uns auch da Feedback zum Podcast geben oder

Daniel Roßbach: uns nun wieder auch sehen, wie wir den einen Einblick in die Vorbeiträume geben oder so.

Daniel Roßbach: Und ihr könnt uns natürlich auch bei diversen Podcast-Plattformen

Daniel Roßbach: finden.

Daniel Roßbach: Wir werden auch weiterhin in diversen Podcast-Plattformen auffindbar sein und das offene, äh, die offene Podcast-Infrastruktur natürlich immer weiter unterstützen, weil das ist ja das Tolle an Podcast.

Daniel Roßbach: Und ihr könnt es dann entsprechend bei Apple Podcasts rezensieren und Sterne vergeben, wie viele auch immer ihr wollt.

Daniel Roßbach: Ihr könnt es bei.

Sebastian Fiebrig: Fühlt kuratieren oder bei Spotify folgen, was auch immer.

Sebastian Fiebrig: Also, ihr könnt alles machen mit uns, was ihr wollt.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Das ist das, was Daniel gerade in vielen Worten erzählt.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Einfach erzählt euren Freunden und Familien, Mitgliedern, sofern sie es mit dem ersten FC-Union halten, aber auch wenn nicht, von diesem herfolgenden Podcast über den Verein unseres Herzens

Sebastian Fiebrig: Und seine Vorgängervereine.

Sebastian Fiebrig: Und macht einfach bekannt und mehr wollen wir gar nicht.

Sebastian Fiebrig: Genau.

Sebastian Fiebrig: Und ihr könnt uns euch natürlich immer melden, wenn ihr Hinweise habt, wie das auch einige Hörerinnen und Hörer schon machen.

Daniel Roßbach: Ja, und das könnt ihr dann vielleicht am besten per E-Mail machen.

Daniel Roßbach: Weil ihr uns dann eben jedem einzeln zum Beispiel Themenvorschläge schicken könnt.

Daniel Roßbach: Und dafür sind die entsprechenden Adressen Daniel oder Sebastian et und minus niemals minus vergessen minus podcast.

Sebastian Fiebrig: de Genau.

Sebastian Fiebrig: Dann würde ich sagen, hören wir uns in drei Wochen wieder, Daniel, wenn du uns eine Geschichte erzählst aus der Geschichte des ersten FC Union in Berlin und seine Vorgängevereine.

Sebastian Fiebrig: Genau, bis dahin.

Daniel Roßbach: Ciao.

Sebastian Fiebrig: Ciao.